OLDENBURG - Wie man bei Kindern Interesse für Physik weckt, weiß Professor Dr. Michael Komorek ziemlich gut. Er weiß es von Marius (9). Der ist nicht nur ein eifriger Student der Oldenburger Kinder-Uni, sondern auch Komoreks Sohn. Gemeinsam waren die beiden am Mittwoch „Licht und Schatten auf der Spur“. 750 Mädchen und Jungen verfolgten ihre spannenden Experimente und grübelten über deren Ausgang.
Komorek mischte Malfarben auf einer großen Palette und ließ sich von den Kindern das Ergebnis vorhersagen. „Schwarz“, echot es durch den riesigen Hörsaal, als der Diplom-Physiker alle drei Grundfarben vermengt. Anschließend überträgt er das Experiment auf Farbschablonen. Einen kleinen Satz von Folien gab er jedem Jungstudenten nach der Vorlesung sogar mit nach Hause.
Zwei Versuche sorgen für besonders großes Interesse im Hörsaal. Einmal steht Marius auf der Bühne vor drei Schweinwerfern in den Farben rot, grün und blau – und überraschte seine Mitstudenten mit drei Schatten, die ebenfalls bunt sind. Bei einem anderen Versuch schreitet der neunjährige Grundschüler erst im roten und dann im grünen Scheinwerferlicht über eine ansonsten völlig dunkle Bühne.
Dass Professor Komorek anschließend zu den Kindern ins Publikum ging, fanden nicht nur Tim und Lasse äußerst spannend, die ihre Beobachtungen ins Mikrofon sprachen, bevor sie deren physikalische Auflösung erfuhren.
„Es gab diesmal viele Experimente. Das hat uns sehr gut gefallen“, meinten auch die beiden neunjährigen Teilnehmerinnen Nina und Meret. Kleine Exkurse zu Goethes Farbkreis, dem menschlichen Sehzentrum, zu Farbprisma und Regenbogen rundeten eine gelungene Vorlesung ab.
