OLDENBURG - Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat erneut die Universität Oldenburg ausgezeichnet. 200 000 Euro gibt der Verband an die Lehrerausbildung. Gefördert wird das Projekt „Modellvorhaben Nordwest – Entwicklung von Diagnose- und Förderkompetenzen im Unterricht und in Lehr-Lern-Laboren“.

Das prämierte Projekt hat nach Angaben der Universität die systematische Weiterentwicklung von theoriegeleiterter und zugleich praxisorientierter Lehrerausbildung im Nordwesten Niedersachsens zum Ziel. Es ist eine Kooperation der Universität mit dem Staatlichen Seminar Aurich für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen sowie den Studienseminaren Leer, Oldenburg und Wilhelmshaven für das Lehramt an Gymnasien.

„Die Lehrerausbildung hat in Oldenburg eine lange Tradition. Die Auszeichnung bestätigt einmal mehr ihr hohes Niveau und ihre zukunftweisende Ausrichtung“, sagte der Uni-Vizepräsident für Studium und Lehre, Professor Dr. Mathias Wickleder, zu der Auszeichnung durch den Stifterverband.

Der Stifterverband vergab den Preis im Rahmen des Wettbewerbs „Von der Hochschule in den Klassenraum – Neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Studienseminaren". Gesucht wurden neue Möglichkeiten der Lehrerausbildung, die die theoretische Hochschulausbildung und die praktische Vorbereitung durch Studienseminare besser verknüpfen und konsequent aufeinander beziehen. Insgesamt nahmen 54 Hochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet an dem Wettbewerb teil, vier wurden jetzt ausgezeichnet.

Die Ausbildung von Lehrern erfolgt traditionell in zwei Phasen. An das Studium und das erste Staatsexamen schließt sich das Referendariat an. Das Modellvorhaben Nordwest konzentriert sich dabei auf den Erwerb von Kompetenzen im Bereich der Diagnose von Lernfortschritten und Lernhindernissen sowie auf die Kompetenz des differenzierten und individuellen Förderns.

Im Rahmen des Projekts werden „Lehr-Lern-Labore“ genutzt, wie sie zum Beispiel an der Universität Oldenburg und an einigen Schulen der Region betrieben werden.

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