OLDENBURG - Tragischer Zwischenfall bei der Bundeskonferenz der Integrations- und Ausländerbeauftragten in Oldenburg: Während einer Diskussionsrunde erlitt der Oldenburger Professor Rolf Meinhardt einen schweren Herzinfarkt. Der Leiter des Interdisziplinären Zentrums für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen (IBKM) an der Universität Oldenburg wurde vor Ort von Oberbürgermeister Gerd Schwandner (parteilos) mit einem Defibrillator wiederbelebt. Vor seiner politischen Karriere war Schwandner als Chirurg tätig. Meinhardt wurde in ein Oldenburger Krankenhaus gebracht und ins künstliche Koma versetzt. Der Zustand des 68-Jährigen war nach Angaben einer Pressesprecherin der Universität am Dienstagabend stabil.

Aufgrund des Vorfalls wurde die Bundeskonferenz vorzeitig abgebrochen. Rolf Meinhardt sei „ein Pionier“ auf dem Themengebiet der Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse in Deutschland, sagte Integrationsstaatsministerin Maria Böhmer. „Er hat in seinen Studien aufgezeigt, welche Ressourcen wir derzeit verschwenden.“

Etwa 300 000 Migranten bundesweit warten nach Angaben Böhmers auf die Anerkennung ihrer Ausbildungsabschlüsse. „Dies ist ein Schlüsselthema für die Zukunft unseres Landes.“