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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Erziehung ist Bildung zur Glückseligkeit

20.06.2019

Oldenburg „Erziehung ist Bildung des Menschen zur Glückseligkeit“: Glück war das zentrale Thema des Vortrags von Pädagogik-Experte Prof. Dr. Olaf-Axel Burow, den er am Mittwoch im Rahmen des Gesundheitstags des Studienseminars Oldenburg vor Referendaren und BBS-Schulleitern aus dem Nordwesten an der BBS Wechloy hielt.

Glückliche Menschen sind gesünder, kreativer, lernen schneller, sind erfolgreicher, haben bessere Beziehungen, zählte Burow auf. Doch wie kommt das Glück in Zeiten einer konkurrenzorientierten Leistungsgesellschaft wieder in die Schule? Burow verwies auf ein Glücks-Dreieck aus Chancengerechtigkeit, anspruchsvollen Leistungen, die die Potenziale ausschöpfen, und Wohlbefinden, und gab den Zuhörenden „sieben Wege zu Lernfreude und Schulglück“ an die Hand.

Laut Autor Ken Robinson seien Menschen dann erfolgreich, wenn sie ihr „Element“, also ihre Talente und Neigungen entdecken. Dazu bräuchten sie aber eine anregungsreiche Umgebung, „kreative Felder“.

Doch die traditionelle Schule interessiere sich nicht für Talente und Neigungen, schließlich gelte es, einen Lehrplan einzuhalten. Dabei zeige die „Positive Pädagogik“, erläuterte Burow, dass Wohlbefinden und Spitzenleistung keine Gegensätze seien. Da jeder Schüler eine individuelle Mischung aus unterschiedlichen Fähigkeiten mitbringe, bestehe die Schwierigkeit darin, an jeden angemessene Anforderungen zu stellen, die ihn weder langweilen noch überfordern. Nur im „Flow“ werde Lernen zur Lust.

Während sich die Lebenswelt der Kinder radikal verändert habe, sei das Modell schulischer Bildung weitgehend konstant geblieben. Die Struktur der Traditionsschule sei verankert – führe auf Dauer aber in eine Sackgasse.

Zwar bedeute jede Veränderung zunächst einmal Chaos; routinierte Handlungsabläufe greifen nicht mehr. Aber diejenigen, die trotzdem dranblieben und sich dem Lernprozess stellten, waren letztlich erfolgreich. Burow nannte als Beispiel die Alemannenschule Wutöschingen in Südbaden, die sich vor zehn Jahren das Ziel setzte, personalisiertes und selbstgesteuertes Lernen umzusetzen – und in diesem Jahr mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Lehrer fungieren an dieser Schule als Lernberater, Coaches und Lernumgebungsdesigner.

Gute Leistungen und Wohlbefinden entstehen laut Burow durch die „Magischen 3x3“: Bei der Salutogenese geht es erstens darum, dass der Unterricht verstehbar, der Stoff bedeutsam ist, und die Aufgaben handhabbar sind. Bei der Selbstbestimmungstheorie geht es zweitens unter anderem darum, dass Schüler Sinn im Unterricht und Kompetenzsteigerung erfahren. Bei der wertschätzenden Führung geht es drittens unter anderem um den Austausch mit den Schülern und darum, sie in ihren Zielen zu unterstützen.

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Jantje Ziegeler Redakteurin / Online-Redaktion
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