OLDENBURG - Bei der Suche nach Lösungen für das Problem der Schulverweigerung wollen in Oldenburg Jugendamt, Klinikum und Universität enger zusammenarbeiten. Das wurde am Donnerstag bei der Fachtagung „Keine Lust auf Schule?“ im Alten Landtag deutlich. Rund 150 Experten diskutierten über den Anstieg der Zahl der notorischen Blaumacher.
Die Referenten betonten, dass die Grenze zwischen Schwänzen und Verweigerung fließend sei. Es gebe viele Gründe, warum Schüler vorsätzlich oder fahrlässig dem Unterricht fernblieben.
Gute Erfahrungen hat die Stadt nach Angaben von Jugendamtsleiter Frank Lammerding mit dem Landesprogramm „Kooperations- und Bildungsprojekte“ gemacht. An drei Hauptschulen konnten Beratungsstellen für Schulverweigerung eingerichtet werden. Ein Sozialpädagoge berät die Lehrer und bietet Schülern und Eltern Hilfe an. Das Jugendamt möchte das Projekt auf weitere Schulen ausweiten. Ferner hält die Behörde es für wichtig, standardisierte Verfahrensabläufe zwischen den beteiligten Akteuren zu entwickeln.
