OLDENBURG - Die ersten Integrationslotsen an einer niedersächsischen Hochschule sind am Freitag offiziell an der Universität Oldenburg in ihr Amt eingeführt worden. Die 32 so genannten „Uni-Lotsen“ sollen ausländische Studierende aus Einwandererfamilien bei Problemen im Alltag und im Studium unterstützen.

„Integration muss sehr früh ansetzen. Wir wünschen uns, dass andere Hochschulen dem Oldenburger Beispiel folgen werden“, sagte Eckhardt Lotze vom niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Integration. Das Ministerium hatte die Ausbildung finanziert und will auch zukünftig Kurse unterstützen.

Träger der Ausbildung sind das Interdisziplinäre Zentrum für Bildung und Kommunikation in Migrationsprozessen (IBKM) und die Evangelische Studentengemeinde (ESG).

„Der Bedarf an Beratung ist sehr, sehr hoch“, sagte IBKM-Leiter Prof. Dr. Rolf Meinhardt. Fast jeder zweite ausländische Student breche sein Studium wieder ab.

Zwei Drittel der Uni-Lotsen sind selbst ausländische oder eingewanderte Studierende. Es sind aber auch Teilnehmer interkultureller Studiengänge und Gasthörerinnen und Gasthörer darunter.