OLDENBURG - Die Universität Oldenburg will im November das Großprojekt „Energiebildung“ starten. Ziel sei es, im Themenfeld „Energie – Klimaschutz – Nachhaltigkeit“ Partnerschaften von Schulen mit Akteuren aus Wirtschaft und Hochschule anzubahnen und zu fördern, sagte Professorin Dr. Ilka Parchmann am Donnerstag in Oldenburg. Eine Entscheidung über Fördermittel des Landes stehe kurz bevor.

In der Region gibt es bereits durchaus vielversprechende Ansätze für Kooperationen von Schulen mit externen Partnern im Energiebereich. Dies wurde bei einem von Universität und Stadt Oldenburg gemeinsam organisierten Projekttag deutlich, an dem Lehrkräfte, Bildungseinrichtungen und Unternehmen aus ganz Weser-Ems teilnahmen. Eine Wende zur Nachhaltigkeit könne nur durch konzertierte Anstrengungen auf dem Felde der Energiewirtschaft und auch der Bildung gelingen, betonte Edgar Knapp vom Regionalen Umweltzentrum Oldenburg.

Weil Kindern und Jugendlichen als Entscheidungsträgern der Zukunft eine Schlüsselrolle beim Schutz des Klimas hätten, müssten „erhebliche Defizite“ beim Wissen über Energiesparen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien beseitigt werden, forderte Jürgen Drieling von der Landesschulbehörde. Es sei eine wichtige Funktion der Universität, Lehrer für diese Aufgabe fit zu machen. Kontakte zwischen Schulen und Unternehmen seien ein guter Weg, das Interesse Heranwachsender für Berufe in der Energiebranche zu wecken, in denen es Mangel an qualifizierten Arbeitskräften gebe.

Nicht nur in der Schule, sondern auch im Handwerk gebe es noch Schwierigkeiten, die Ausbildung an die Notwendigkeiten des Klimaschutzes anzupassen, berichtete Roland Hentschel, der 1. Vorsitzende des Oldenburger Energieclusters. Heizungsinstallateure beispielsweise dürften nicht mit dem Wissen von gestern ins Berufsleben entlassen werden.