OLDENBURG - Der geplante Medizinstudiengang an der Universität Oldenburg wird voraussichtlich 5,72 Millionen Euro pro Jahr kosten. Das gab der Vizepräsident für Forschung, Professor Dr. Reto Weiler, auf einer Infoveranstaltung am Mittwoch bekannt.

Für die neue medizinische Fakultät würden acht neue Professoren inklusive Ausstattung und 50 wissenschaftliche Mitarbeiter benötigt. Allein für diese beiden Posten seien jährlich Ausgaben von 3,75 Millionen Euro veranschlagt, so Weiler. Zusammen mit den Kosten für Miete, Bibliothek, Medien, Forschungsmitteln und sonstigen Posten summiere sich der Betrag auf geschätzte 5,72 Millionen Euro im Jahr – Kosten, die vom Land Niedersachsen getragen würden.

Eingeführt werden soll der Medizinstudiengang ab dem Wintersemester 2011/2012. „Ein früherer Zeitpunkt ist kaum realistisch“, sagte der Vizepräsident. „Derzeit prüft der Wissenschaftsrat das Vorhaben und gibt im Anschluss seine Empfehlungen an das Land Niedersachsen. Ein Prozess, der noch länger andauern kann“, sagte Weiler.

Zunächst sei vorgesehen, dass 20 junge Leute das Studium beginnen können. Der erste Teil – der Bachelorstudiengang – kann dann, wie berichtet, sowohl in Oldenburg als auch in der Partneruniversität in Groningen belegt werden. Den Masterstudiengang verbringen die Studierenden an der neu gegründeten „European Medical School Oldenburg-Groningen“. Das bedeutet: Die Vorlesungen finden sowohl an der Rijksuniversiteit in Groningen als auch an der Universität in Oldenburg statt.