OLDENBURG - Die 21 besonders begabten Schülerinnen und Schüler, die am Donnerstag zum Frühstudium an der Universität Oldenburg begrüßt wurden, hatten keinen Stress mit Bewerbungen bei Universitäten in ganz Deutschland für eine Zulassung zum Studium. Den 15- bis 18-Jährigen machte allein der Vorschlag ihrer Schule den Weg frei, Vorlesungen zu besuchen und am Ende des Semesters Modulprüfungen abzulegen, die im späteren Bachelor-Studium angerechnet werden.
Sorgen, dass diese jungen Studierenden anderen einen Studienplatz wegnehmen, widerspricht Uni-Sprecher Gerhard Harms entschieden. 18 Plätze entfallen allein auf die Naturwissenschaften, die, mit Ausnahme von Biologie, ohnehin nicht im vollen Umfang belegt werden. Frühstudierende sind keine Konkurrenten und verdienen für ihr Engagement, neben der Schule zu studieren, Anerkennung und Unterstützung, erklärt Harms.
Ganz anders ergeht es den Abiturientinnen und Abiturienten auf ihrem Weg zum Studium. 20 bis 30 Bewerbungsschreiben sind keine Seltenheit, dazu jede Menge Formulare und beglaubigte Kopien. Mehr als 10 000 Bewerbungen zum Wintersemester machten aber auch der Universität Oldenburg viel Arbeit. Letztlich angenommen werden im Erstsemester rund 1400 und rund weitere 800 für ein Masterstudium. Das Immatrikulationsamt muss aber allen Bewerbern antworten, sagt Harms.
Von Stress und Ärger auch während des Studiums berichtet Jantje Ziegeler. Die 23-Jährige studiert im ersten Master-Semester in Oldenburg Germanistik, Kunst und Medien. Für ihr Studium ist die Belegung bestimmter Kurse erforderlich. Doch bei der Anmeldung per Computer über das sogenannte stud.ipSystem kam es zum Absturz des Rechners und der Ärger bei uns Studenten war groß, berichtet Ziegeler.
Es waren unglücklicherweise zu viele Anmeldetermine auf die gleiche Uhrzeit gelegt worden und das System ist wegen Überlastung einfach zusammengebrochen, bedauert Harms. Das Problem sei erkannt worden und werde umgehend abgestellt, verspricht Harms, der die Panne ausdrücklich bedauert.
