OLDENBURG - OLDENBURG/EPD - Die Universität Oldenburg bildet in einem bundesweit einmaligen Ergänzungsstudiengang zugewanderte Akademiker zu Fachberatern für Migranten aus. Die ersten 19 Teilnehmenden aus sechs Ländern hätten nun mit Erfolg ihre Ausbildung abgeschlossen, sagte die verantwortliche Pädagogin Barbara Kaup. Das Programm richte sich besonders an zugewanderte Psychologen, Pädagogen und Lehrer.

Ein Absolvent habe bereits eine Anstellung als Berater für jungendliche Migranten gefunden, so Kaup. Anderen sei ein Arbeitsplatz in Aussicht gestellt oder ein Honorarvertrag angeboten worden. „Für uns ist das ein großer Erfolg“, so die Mitarbeiterin des Zentrums für wissenschaftliche Weiterbildung an der Carl-von-Ossietzky-Universität. Ein zweiter Kurs habe bereits seine Ausbildung begonnen. Die ersten Kursteilnehmer stammten aus russisch-sprachigen Ländern und Polen. Die Ausbildung umfasse theoretische und praktische Grundlagen der interkulturellen Beratung. Computerkurse und ein Deutschkurs gehörten ebenso zur Ausbildung wie Techniken der Gesprächsführung und das Erkennen komplexer Problemzusammenhänge. Der Studiengang teilt sich in sieben Monate Theorie und fünf Monate Praktikum in einer Lebens-, Sucht- oder Familienberatungsstelle. Finanziert wird das Programm von der Bonner Otto-Benecke-Stiftung, dem Bundesforschungsministerium und dem Europäischen Sozialfonds.