OLDENBURG - Mit dem Wintersemester 2007/08 steigt die Universität Oldenburg in großem Umfang in die Master-Studiengänge ein. Damit beginnt die zweite Etappe seit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge vor drei Jahren. „Das ist ein Riesensprung im Ausbildungssystem“, sagte die Uni-Vizepräsidentin für Lehre, Professorin Dr. Sabine Doering, am Dienstag in Oldenburg.
Die Oldenburger Uni hatte im Jahr 2004 als erste Universität in Niedersachsen ihr Studiensystem von Diplom- und Magisterabschlüssen komplett auf Bachelor/Master umgestellt und damit eine Vorgabe des so genannten Bologna-Prozesses erfüllt. In Bologna (Italien) hatten die europäischen Bildungsminister 1999 vereinbart, einen gemeinsamen Hochschulraum zu schaffen.
In Oldenburg schließt jetzt mit Ende des Sommersemesters der erste Bachelor-Jahrgang ab. Wer will, kann einen Master „draufsetzen“. Im Lehramtsstudium ist er sogar Pflicht.
Neben den vier Lehramtsstudien (Grund-, Haupt- und Realschule, Gymnasium, Berufsschule und Sonderpädagogik) bietet die Universität im Wintersemester 37 Fach-Masterstudiengänge an. Einige von ihnen wurden nach Angaben von Doering mit neuen Profilen ausgestattet, andere laufen in Kooperation mit der Universität Bremen, der Fachhochschule Oldenburg und der Hochschule Vechta. Im Masterstudienkatalog ist auch der gemeinsam von Oldenburg, Bremen und Groningen getragene juristische Studiengang „Hanse Law School“ enthalten.
„Wir sind gespannt, wie die neuen Angebote angenommen werden“, sagt Vizepräsidentin Doering. Die Uni-Dezernentin für studentische und akademische Angelegenheiten, Helga Wilhelmer, bezeichnete die Umstellung auf das zweistufige System als große Herausforderung. In der ersten, der Bachelor-Phase sei der Umbruch weitgehend reibungslos erfolgt.
