OLDENBURG - Land, Wasser und Luft hat sich der Mensch seit Jahrhunderten auf der Erde längst erschlossen. Da ist es für Professor Dr. Jesco von Puttkamer nur folgerichtig, jetzt auch den Weltraum stärker zu erforschen, „nicht zuletzt deshalb, weil er da ist“. Mit der Reise zum Mars beschäftigte sich der Raumfahrtwissenschaftler bei der NASA am Freitag in seinem Vortrag im ausverkauften Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters.

Für wissenschaftliche Untersuchungen haben die Menschen bereits rund 40 Sonden zum Mars geschickt, doch von Puttkamer ist sich sicher, „dass es die Wissenschaftler nicht länger aushalten werden, auf Dauer nur seelenlose Maschinen einzusetzen, sondern bald selbst ihren Fuß auf den roten Planeten setzen wollen“. Der Mars stecke noch voller Wunder und Rätsel, die es zu erforschen gelte.

Eis an den Polkappen und Wasser an den Rändern riesiger Vulkane sowie Temperaturen zwischen minus 133 und plus 27 Grad sind durchaus geeignete Voraussetzungen für Leben auf dem Mars. Vielleicht könnte der Planet einmal grün sein und zur zweiten Erde der Menschen werden, glaubt von Puttkamer. Sollte es auf dem Mars tatsächlich schon Formen von Leben geben, wünscht sich der Wissenschaftler Methoden, die ein gemeinsames Nebeneinander ermöglichen.

Von der Forschungsarbeit auf dem Mars erhofft sich von Puttkamer auch Rückschlüsse auf der Leben auf der Erde: „Wir können vielleicht erfahren, was aus unserer Erde werden könnte, wenn wir wissen, was auf dem Mars geschehen ist“.

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