OLDENBURG - OLDENBURG/DRU - Die Universität Oldenburg will neue Wege zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung ebnen, bei der nach den Ergebnissen der Pisa-Studie hierzulande vieles im Argen liegt: „Bildung von Anfang an“ ist das Leitmotiv einer berufsbegleitenden Weiterbildung für Erzieherinnen in Kindergärten und Grundschullehrern, bei der die frühe sprachliche und mathematische Bildung, die Optimierung von Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder und das Qualitätsmanagement in Bildungseinrichtungen im Mittelpunkt stehen sollen.
Die pädagogische Arbeit an der Nahtstelle zwischen Kindergarten und Grundschule sei bisher vernachlässigt worden, sagt Organisator Wilm Renneberg: „Beide Einrichtungen arbeiten aneinander vorbei.“ Insbesondere bei den Erzieherinnen müsse pädagogisches Wissen um fachdidaktische Aspekte erweitert werden, meinte die Mathematikdidaktikerin Dr. Andrea Peter-Koop. So müssten sich Erzieherinnen beispielsweise mit den psychologischen Grundlagen des Mathematiklernens ebenso vertraut machen wie mit Methoden, mathematische Lernprozesse in Kindergärten spielerisch anzustoßen. Wichtig seien auch präzise Informationen für Grundschullehrer über kindliche Lernfortschritte oder -defizite beim Übergang in die Schule.
Voraussetzung für die Teilnahme an dem Weiterbildungsangebot ist eine mindestens zweijährige Berufspraxis. Das Curriculum umfasst 242 Unterrichtstunden in zweieinhalbtägigen Seminarblöcken und wird mit dem Zertifikat „Professional in early childhood education“ abgeschlossen. Die Gebühr beträgt 2000 Euro. Die Förderung durch Kindergartenträger oder das Land ist begrenzt: Nach Angaben der Uni müssen Lehrer rund 80 Prozent und Erzieherinnen 50 Prozent dieser Summe aus eigener Tasche bezahlen.
• Eine Informationsbroschüre und Auskünfte über Info-Veranstaltungen gibt es unter 04 41/798-30 36.
