OLDENBURG - Die Universität Oldenburg hat sich in dem Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschule“ des Bundesforschungsministerium erfolgreich behauptet. Das Verbundprojekt „Aufbau berufsbegleitender Premium-Studienangebote“ wird vom Ministerium mit insgesamt vier Millionen Euro gefördert, 1,5 Millionen davon bleiben direkt in Oldenburg.

Von Oldenburg aus wird dieses Projekt federführend gesteuert, Kooperationspartner sind die Fraunhofer Gesellschaft und die Universitäten Hagen, Kassel und Stuttgart sowie das EWE-Forschungszentrum Next Energy, ein An-Institut der Uni Oldenburg. Ziel der Maßnahme ist es, hochwertige berufsbegleitende Studiengänge im Themenbereich Umwelt, Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien zu entwickeln.

Dabei rücken aber nicht die klassischen Studenten, die nach dem Abitur an die Uni kommen, in den Mittelpunkt: Wer sein Studium abgebrochen, wegen Familiengründung ausgesetzt hat oder sich nach Jahren der Berufstätigkeit akademisch weiterbilden möchte, hat hier künftig eine Chance. „Das sind weiterbildende Studiengänge, die sich an Berufstätige richten. Es geht darum, Menschen eine passgenaue Möglichkeit zur Weiterbildung und einen Weg zurück an die Hochschule zu bieten“, erklärt der Oldenburger Weiterbildungsexperte Prof. Dr. Olaf Zawacki-Richter, der das neue Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Heinke Röbken koordiniert.

Unter Oldenburger Leitung werden in den nächsten dreieinhalb Jahren weiterbildende Masterstudiengänge zu den Themen Erneuerbare Energien, Windenergiesysteme, Umweltwissenschaften, Bauphysik und Akustik entwickelt. Im Blick hat man dabei auch den Fachkräftemangel, beispielsweise bei Ingenieuren, so Zawacki-Richter.

„Dieser Erfolg unterstreicht die hohe Bedeutung und die Qualität des Bereichs Weiterbildung an der Universität. Schon sehr früh haben wir uns für neue Zielgruppen geöffnet und gehen diesen Weg konsequent weiter“, so Präsidentin Prof. Babette Simon.