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Wissenschaft: Oldenburg wichtiger Standort für Fraunhofer

26.06.2014

Oldenburg Als die Fraunhofer Gesellschaft 2008 beschloss, sich am Standort Oldenburg mit einer Projektgruppe im Bereich der Hörforschung zu engagieren, ahnte wohl niemand, wie erfolgreich dieser Schritt sein würde. Die Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie, die an das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie in Ilmenau (Thüringen) angeschlossen ist, nahm im Juli 2008 mit fünf Mitarbeitern ihre Arbeit auf – heute sind es über 30.

„Wir wussten, dass es in Oldenburg eine kompetente Stelle gibt, die einfach das Zentrum der Hörtechnologie weltweit ist. Ich hatte schon lange Kontakt zu Prof. Birger Kollmeier, dem wissenschaftlichen Leiter der Hör-Tech gGmbH und der Abteilung Medizinische Physik der Universität Oldenburg. Wir hatten anfangs einen relativ vorsichtigen Plan für Oldenburg. Dieser Plan ist inzwischen übererfüllt“, sagt Karlheinz Brandenburg, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie (IDMT).

Das Land Niedersachsen gab 2008 seine Zusage, für den Aufbau der Fraunhofer-Projektgruppe in Oldenburg 3,3 Millionen Euro bereitzustellen. „Nicht zuletzt durch die Hörforschung hat die Universität Oldenburg eine große Bedeutung auf der Landkarte der Wissenschafts-Standorte in Deutschland“, betont Brandenburg.

Inzwischen sind die Fraunhofer-Wissenschaftler in Oldenburg einen großen Schritt vorangekommen zu dem Ziel, Verfahren aus der Hörgerätetechnik in Verbraucher-Endgeräte wie Telefon, Fernsehen, Kopfhörer zu integrieren und so ein besseres Klangerlebnis und Sprachverstehen auch für Menschen mit Hörminderungen zu ermöglichen. „Mittlerweile ist aus der einstigen Projektgruppe ein richtiger Fraunhofer-Standort geworden“, erklärt Karlheinz Brandenburg, der als einer der Erfinder des MP3-Players gilt.

Für den 60-Jährigen steht außer Frage, dass „der Bereich der Hörforschung noch an Bedeutung zunehmen wird“. Die Fraunhofer-Gruppe in Oldenburg wird geleitet von Prof. Birger Kollmeier und Dr. Jens Appell.

So haben die Fraunhofer-Wissenschaftler beispielsweise eine App für das iPhone entwickelt, die bei mobilen Telefonaten per Internet das Sprachverstehen für Menschen mit normalem und beeinträchtigtem Gehör verbessert. Neben einer Anpassung von Lautheit und Klang an individuelle Bedürfnisse kann die App auch Hörverluste ausgleichen.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Projektarbeit ist das computerbasierte Erkennen von Sprache oder Geräuschen. Diese Technologien setzen die Wissenschaftler beispielsweise in Sicherheitsanwendungen für den Bereich der Pflege, in der Sprachsteuerung für ein Smart Home oder in die akustische Überwachung von Maschinen ein. Die Vorhersage von Klängen, z. B. für das Sounddesign von Bediengeräuschen, ist ein weiteres Forschungsthema.

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Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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