OLDENBURG/WILHELMSHAVEN/VECHTA - Das Präsidium der Universität Oldenburg strebt an, dass ab der kommenden Woche der reguläre Lehrbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Den zurzeit gegen unzumutbare Studienbedingungen protestierenden Studenten werde künftig ein „fester Ort“ für die kritische Auseinandersetzung zur Verfügung gestellt, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung der Hochschulleitung.

Das Präsidium will erreichen, dass die Studierenden das seit 19. November besetzte Hörsaalzentrum wieder räumen. Die kommissarische Präsidentin Heide Ahrens und Vizepräsident Mathias Wickleder stellten sich am Dienstagabend den Fragen von rund 400 Studierenden.

Ahrens und Wickleder räumten dabei einen Bedarf für konkrete Nachbesserungen in der Gestaltung des Bachelor/Masterstudiensystems ein. Sie forderten die protestierenden Studenten dazu auf, Gesprächsangebote zu nutzen und sich aktiv an der Umsetzung ihrer Forderungen im Dialog mit anderen Universitätsangehörigen zu beteiligen. „Unsere Dialogbereitschaft besteht weiter. Die konkrete Umsetzung von Veränderungen kann aber nur gelingen, wenn sich die Studierenden mit uns an einen Tisch setzen“, sagte Ahrens.

Im Hinblick auf die Forderungen der Studenten sieht das Universitätspräsidium durchaus Handlungsspielraum. Dazu gehörten unter anderem eine reduzierte Prüfungsbelastung, mehr Freiräume im Studium, die Abschaffung er Anwesenheitspflicht, ein flexiblerer Umgang mit der Regelstudienzeit und eine Ausweitung des Teilzeitstudiums.

Die Studenten kündigten weitere Protestveranstaltungen in der Universität von diesem Donnerstag bis zum kommenden Sonntag an.

Derweil haben am Mittwoch auch an der Fachhochschule in Wilhelmshaven und an der Hochschule in Vechta Protestaktionen stattgefunden. In Wilhelmshaven gingen rund 400 Studierende auf die Straße. In Vechta schlossen sich etwa 600 Studierende und auch einige Professoren den bundesweiten Aktionen an.

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