OLDENBURG - Wissenschaft muss nicht langweilig und trocken sein. Das bewiesen am Donnerstagabend fünf qualifizierte Nachwuchsforscher, die in der Zentrale der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) zur Schlussrunde um den LzO-Förderpreis „Groschen“ antraten und sowohl Jury als auch etwa 160 weitere Gäste mit der Vorstellung ihrer Forschungsprojekte verblüfften. Thomas Greve, Christian Horneber, Steffen Kortlang, Dorthe Lamers und Katharina Remer hatten sich zuvor für die Endrunde um den mit 10 000 Euro dotierten Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird, qualifiziert.
Nach einem spannenden Finale, bei dem jeder acht Minuten Zeit hatte, sein Projekt möglichst populär vorzustellen, hatte der Oldenburger Hörforscher Steffen Kortlang die Nase vorn. Der Publikumspreis in Höhe von 500 Euro ging ebenfalls an ihn. Jeweils 250 Euro erhielten nach einem spontanen Jury-Beschluss die vier Nichtgewinner für ihre ebenfalls hervorragenden Präsentationen.
Der Nachwuchswissenschaftler überzeugte Jury und Publikum gleichermaßen, als er einen Einblick in spannende Fragen seines Arbeitsgebiets gab. Dabei geht es unter anderem darum, Hörgeräte so einzustellen, dass sie unterschiedlichste Klangmerkmale automatisch richtig sortieren, um so Schwerhörigen das Leben zu erleichtern.
Insgesamt hatten 17 Bewerber aus dem Nordwesten Ihre Arbeiten zur Bewertung eingereicht. Ziel ist es, Wissenschaft so populär zu präsentieren, dass bei den Zuhörern „der Groschen fällt“, so Vorstandsvorsitzender Martin Grapentin.
