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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Probebohrung in der Plastikwanne

09.07.2007

OLDENBURG Oldenburg. Die Uni lag am Sonnabend nicht in Wechloy, sondern hatte im Oldenburger Hafen festgemacht. Zwei große Forschungsschiffe lagen vor Anker, vier Zelte standen auf der Promenade, es gab eine Tauchvorführung und eine Jungforscherrallye: Das Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg lud anlässlich seines 20jährigen Bestehens zu einem „Tag der Meeresforschung“ ein.

Institutsleiter Prof. Dr. Meinhard Simon freute sich über das große Interesse derer, die trotz launischen Wetters gekommen waren. Denn die Meeresforschung sei in Zukunft wichtig für die ganze Region. „Die Wenigsten wissen, dass der Meeresspiegel an der Nordsee in den vergangenen 100 Jahren bereits um 30 Zentimeter gestiegen ist. Die Küste als sehr sensibler Lebensraum ist vom Klimawandel besonders betroffen, und wir sehen uns in der Pflicht, darüber zu informieren und Lebensräume zu schützen“, sagte Simon.

Auf der „Ludwig Prandtl“ herrscht ein Kommen und Gehen. Das Forschungsschiff ist normalerweise vor den Ostfriesischen Inseln oder in der Elbmündung unterwegs, doch heute hat es Tag der offenen Tür. Max (8) und sein sechsjähriger Bruder Felix waren schon auf der Brücke und im Labor, und sie haben probeweise das Atemgerät der Forschungstaucher aufgesetzt. Jetzt ist Max über ein Blatt Papier in einem der ICBM-Zelte gebeugt. Er hat eine „Probebohrung“ in einer großen Plastikwanne mit Sand genommen und zeichnet die verschiedenen Schichten auf. Mit dieser Methode können die Wissenschaftler die Zusammensetzung des Watts und des Meeresbodens bestimmen und den Küstenverlauf von der Eiszeit bis heute nachvollziehen. An den Wänden hängen Fragen für die Jungforscher: „Lieben alle Bakterien Salz?“ oder „Wachsen Bakterien aus der Nordsee auch in der Hunte?“

Oberbürgermeister Professor Dr. Gerd Schwandner und Universitäts-Präsident Professor Dr. Uwe Schneidewind bewerteten den Tag der Meeresforschung als sehr erfolgreiche Kooperation. „Der Campus der Universität ist kein Sperrgebiet. Dieser Tag ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie man die Wissenschaft in die Breite holt“, sagte Schwandner.

Das hat auch das Kampagnebüro für die Bewerbung Oldenburgs zur Stadt der Wissenschaft 2009 zum Ziel. „Wir wollen die Wissenschaft aus dem Elfenbeinturm herausholen“, erläutert Büroleiterin Barbara Pohl.

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