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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Professor beklagt Pensionierung

10.10.2013

Oldenburg Er wäre gerne noch weiter als Professor an der Universität Oldenburg tätig gewesen, aber mit 65 Jahren war nun Schluss. Prof. Dr. Ulrich Ruschig vom Institut für Philosophie beklagt in einer Mail an die Mitglieder der Fachschaft Philosophie seine „Zwangspensionierung“. Beim Präsidium der Carl von Ossietzky Universität hatte der Wissenschaftler beantragt, seinen Ruhestand hinauszuschieben – eine durchaus übliches Verfahren, wenn Professoren, wie in diesem Fall, die Altersgrenze erreicht haben und weiterarbeiten wollen. Diesen Antrag jedoch lehnte das Universitäts-Präsidium ab, woraufhin Ruschig das Oberverwaltungsgericht Lüneburg einschaltete – ohne Erfolg.

„Folglich bin ich seit dem 1. Oktober nicht mehr beamteter Hochschullehrer am Institut“, schreibt Ruschig in seiner Mail, die dieser Zeitung vorliegt. Und weiter: „Gerne hätte ich an der Carl von Ossietzky Universität weitergearbeitet, weil ich mich den Studierenden und der Entfaltung freien Studierens und weil ich mich einer engagierten politischen Philosophie verpflichtet fühle. Gerne hätte ich zudem das Amt des Institutsdirektors, in das ich ja so oft gewählt wurde, weitergeführt.“ Zudem erhebt Ruschig Vorwürfe gegen Teile des Kollegiums und gegen die Präsidentin.

Professoren im Institut und in der Fakultät hätten in Kooperation mit den Stabsstellen und der Präsidentin Sachzwänge“ erfunden, die seine Weiterarbeit verhinderten. So sei aktiv und auch vermeintlich passiv seine „Zwangspensionierung“ betrieben worden. Ruschig äußert sein Unverständnis auch vor dem Hintergrund, dass das niedersächsische Beamtenversorgungsgesetz eine schrittweise Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre vorsieht.

Die Universität selbst wollte keine Stellungnahme abgeben. „Zu Personalangelegenheiten äußern wir uns nicht öffentlich“, begründete Pressesprecherin Dr. Corinna Dahm-Brey die Zurückhaltung der Uni.