RASTEDE - Die Kooperative Gesamtschule (KGS) Rastede weitet das Fach Wirtschaftslehre aus. Nur eine zweite Fachkraft fehlt noch.
von wolfgang müller
RASTEDE - „Der Bereich Wirtschaftslehre hat bei uns ein sehr breites, fundiertes Profil“, betont Gerd Kip, Leiter der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Rastede, und widerspricht damit Stimmen aus der heimischen Wirtschaft, in diesem Fach nachzuhängen. So hat beispielsweise die Firma Ulla Popken das „Management Information Game“ mit dem Vareler Lothar-Meyer-Gymnasium durchgeführt (die NWZ berichtete) statt wie zuvor mit der KGS. „Seit zwei Jahren bieten wir das an, was auch andere Schulen vorhalten“, erklärte Dr. Arnold Bettien, didaktischer Leiter der KGS.Wirtschaft werde im gymnasialen Bereich ab Klasse 7 mit zunächst drei Stunden pro Woche gelehrt, im Kursangebot werde wegen der großen Nachfrage das Profil doppelt angeboten. In Zusammenarbeit mit dem Alten Gymnasium Oldenburg werde ein ganz neues Modell angeboten, das nur an etwa fünf Schulen in Niedersachsen praktiziert werde.
Was im gymnasialen Bereich an Kursangeboten bestehe und von mehr als einem Drittel der jungen Leute angenommen werde, sei in Haupt- und Realschule Pflichtfach (Wirtschaft/Arbeit/Technik).
Im gymnasialen Bereich gebe es für alle Schüler ein 14tägiges Praktikum.
Fachlehrer Heiko Henken, der sich imFachbereich Wirtschaft/Politik speziell fortgebildet hat, verweist außerdem auf den freiwilligen Projektunterricht in den Klassen 11 bis 13. Hier werden auch Experten ins Haus geholt, es gibt Rollenspiele und auch das Planspiel soll es wieder geben, „wir führen Gespräche mit neuen Partnern“.
Nur eine zweite Fachkraft fehlt noch, um auch einen Prüfungskursus Wirtschaft anbieten zu können.
