Delmenhorst - Auf welchem Pflaster gibt es keine Pfützen, auf welchem Untergrund rutscht man nicht aus und wie viel Volt hat eine Frucht: Mit diesen und weiteren Fragen haben sich die zwölf Schüler der Forschungsarbeitsgemeinschaft am Max-Planck-Gymnasium beschäftigt. Mit ihren Ergebnissen haben nun elf Schüler am diesjährigen Regional-Wettbewerb von „Jugend forscht“ in Emden teilgenommen.

Stefan Pauls hat für sein Projekt „Nie wieder Pfützen“ einen zweiten Platz beim Wettbewerb belegt. Der Elfjährige hat erforscht, welche Form ein Pflasterstein haben muss, damit er Regenwasser schnell in den Untergrund ableitet. „Wenn ein Stein drei Löcher hat, fließt es am besten ab“, stellt er fest. Außerdem sollte er in Sand verlegt sein, fand Stefan Pauls heraus. Normale Erde oder Kohle nimmt nicht so viel Wasser auf. „Ich bin im Herbst wegen der Pfützen häufig mit nassen Füßen nach Hause gekommen – da wollte ich etwas gegen unternehmen“, erzählt er.

Mit Schuhwerk hat auch das Projekt der Siebtklässlerinnen Fabienne Schulte und Samira Kunst zu tun: Sie untersuchten, auf welchem Untergrund ein Schuh am besten haftet. Dafür zogen sie einen mit Steinen gefüllten Schuh über den Boden und maßen, welche Kraft dafür notwendig ist. „Auf nassem Pflaster geht es am leichtesten, auf trockenem Gras am schwierigsten“, erzählt die zwölfjährige Samira Kunst. „Im nächsten Jahr wollen wir die Rutschfestigkeit von Schuhsohlen in Augenschein nehmen“, sagt die 13-jährige Fabienne Schulte darüber, wie das Projekt in diesem und im nächsten Schuljahr fortgeführt wird.

Der 14-jährige Axel Ebbecke hat gemessen, wie viel Volt Früchte haben. Auf die Idee kam er, als er im Chemieunterricht lernte, dass in den Früchten Säure enthalten ist – „wie in einer Batterie“, sagt der Achtklässler. Der Schüler Tobias Friese erhielt für seine Forschung über Astgabeln einen Sonderpreis von der Jury zugesprochen.

Insgesamt war das Gymnasium mit sieben Projekten beim Wettbewerb vertreten. Dies ehrte die Jury in Emden mit einem Sonderpreis. In der Forscher-AG, die die Lehrer Michael Sellner und Christian Fuchs leiten, sind zwölf Jungen und Mädchen tätig.