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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Schulen im Land droht heißer Herbst

17.09.2014

Hannover Nach einem warmen Sommer ein heißer Herbst? Das Thema Sexualkunde-Unterricht an Niedersachsens Schulen eignet sich allemal für eine emotionale Debatte. Die Auseinandersetzung um das von Rot/Grün geplante verbindliche Unterrichtsthema „sexuelle Vielfalt“ nimmt langsam Fahrt auf. 15 Stellungnahmen von Verbänden und Organisationen liegen bereits vor.

Die Frist wurde bereits auf Oktober verlängert, weil die Resonanz groß ist. Am kommenden Freitag befasst sich der Kultusausschuss erstmals mit dem Entschließungsantrag von Rot/Grün, den die beiden Fraktionsvorsitzenden Johanne Modder (SPD) und Anja Piel (Grüne) eingebracht haben.

Weil sich „in den meisten Schulklassen ein oder mehrere Kinder befinden, die homo-, bi-, inter- oder transexuell sind“, müsse auch der Unterricht in allen Schulen darauf reagieren, lautet die Begründung. Dazu gehören „Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher sexueller und geschlechtlicher Identität“, aber auch ein von jeder Schule zu erstellendes „Anti-Mobbing-Konzept“, um „Abwertung und Ausgrenzung gleichgeschlechtlich orientierter, transidentischer oder intersexueller Menschen zu entwickeln“.

Rot/Grün zitiert Studien, nach denen „fünf bis zehn Prozent aller Menschen“ lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell oder intersexuell seien. SPD und Grüne zeigen sich entsetzt, dass laut einer Umfrage von 2002 „50 Prozent der Mädchen und 70 Prozent der Jungen Lesben und Schwule nicht oder überhaupt nicht gut“ fänden. Erziehung zur Toleranz – an diesem Punkt treffen die neuen Sexualkunde-Pläne auch bei der Opposition im Landtag auf Zustimmung. Doch die CDU-Schulexpertin Karin Bertholdes-Sandrock sieht große Probleme, sexuelle Vielfalt „schon in den Grundschulen zu thematisieren“, wie von Rot/Grün gewollt. „Man darf Kinder auch nicht überfordern“, rät die Lehrerin. Pädagogisches Prinzip sei, „alle Fragen von Kindern zu beantworten“. Falsch jedoch, „Antworten zu geben zu Themen, die die Kinder gar nicht beschäftigen“. Deshalb gelte: „Die CDU stimmt diesem Antrag nicht zu.“

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Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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