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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Digitales Lernen In Sandkrug: Diese Waldschule zeigt den Unterricht der Zukunft

31.01.2017

Hatten „Und hier wäre dann die Endstation“, sagt Mattheo Benedix (12) und tippt mit dem Finger auf eine Haltestelle, irgendwo im Plan des Londoner U-Bahn-Netzes. Den hat er in einer App auf seinem Ipad aufgerufen. Digital also. Und das Beste: Mattheo sitzt dabei im Klassenzimmer der Waldschule in Sandkrug (Landkreis Oldenburg). Schon lange gilt die Schule in gemütlicher Waldlage als eine der Vordenkerinnen, wenn es um die Frage geht, wie Schule den Weg ins digitale Bildungszeitalter meistern kann.

Vieles funktioniert im Klassenzimmer über den kleinen Taschen-Computer, den man mit den Fingern bedienen kann. Darauf schauen die Schüler Lern- oder Erklärvideos, planen eine Englandreise oder lernen den Umgang mit Präsentationstechniken. Alles wirkt selbstverständlich und harmonisch in den Unterricht eingegliedert. Von Hype keine Spur. „Wenn es besser ins Konzept passt, dann nehmen wir auch einfach ein Buch in die Hand“, sagt Waldschul-Direktorin Silke Müller.

Die Taschen-Computer seien nur ein Mittel zum Zweck, kein Selbstzweck. Es gehe darum, die Kinder für die Herausforderungen der sich verändernden Lebenswelt fit zu machen. „Schule darf kein realitätsferner Ort sein“, sagt Müller. Eltern müssen die Geräte für die Kinder kaufen. Das sei jedoch kein Problem.

Ob einem nun gefalle, dass sich alles um uns herum vernetzt, alles computergesteuert ist, und dass diese Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, sei nebensächlich. „Es ist eben so“, sagt die Direktorin. Und Schule dürfe da nicht abgehängt werden.

Wie das in Sandkrug aussieht? Hausaufgaben werden etwa auf den Geräten gemacht, per Mail stehen die Schüler mit den Lehrern in Kontakt – Arbeitsblätter gibt es jetzt in Form digitaler Einträge in einem Forum, auf das die Klasse zugreifen kann. Alle Arbeitsräume und Geräte sind miteinander vernetzt.

Die Arbeit in der Waldschule sorgt mittlerweile weit über die Landesgrenzen hinaus für Aufsehen. Als eine von 38 Schulen bundesweit nimmt die Waldschule an einer Werkstatt des Forums Bildung Digitalisierung teil. Hier wird der Unterricht von übermorgen erfunden.

Dabei profitiert das Team um Direktorin Silke Müller nicht nur von den Erfahrungen der anderen Schulen: Besonders das Wissen der Waldschul-Macher ist im Forum gefragt.

Kein Wunder also, dass die Veranstalter der bundesweit größten Lehrer-Fortbildung zum Thema „Einsatz von Tablets & Co.“ im Unterricht, Andreas Hofmann und Eyk Franz, Lehrer an der Sandkruger Oberschule sind.

Im verflixten siebten Jahr laden Hofmann und Franz Kollegen zu einer Veranstaltung ein, die Begriffe wie „Bildung 2.0“ oder „digitale Bildung“ praktisch erfahrbar macht. In den vergangenen Jahren nahmen jeweils mehr als 500 Lehrkräfte teil. Sogar aus der Schweiz reisten sie an.

An beiden Veranstaltungs-Tagen werden in Räumen der Oldenburger Universität über 150 Workshops angeboten. Die Fortbildung findet am 9. und 10. März statt.

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Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
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