Oldenburg/Brake - Die Plastikblätter der kleinen Sonnenblume wippen unermüdlich vor sich hin – angetrieben durch die Kraft der Sonne. Denn in dem Topf der Plastikblume ist ein kleines Solarpanel angebracht. Somit hat die kleine Sonnenblume etwas mit ihren echten Verwandten in der Natur gemeinsam – sie ziehen ihre Energie aus dem Licht. Sonnenblumen auf dem Feld drehen ihre Köpfe sogar der Sonne hinterher. Und das hat drei Schüler zu einem Forschungsprojekt inspiriert.

Akea Aumann (13 Jahre), Theo Labohm (14 Jahre) und Lasse Peters (13 Jahre) besuchen das Neue Gymnasium Alexanderstraße in Oldenburg. „Wir haben den Prototypen eines Solarpanels, das sich – wie eine Sonnenblume mit der Sonne mitbewegt – gebaut“, sagte Lasse Peters. Und sich damit für den Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ qualifiziert.

Am Donnerstag stellten sie ihr Projekt schon einmal einer Fachjury vor, an diesem Freitag werden zwei weitere Juroren ihren Versuch begutachten. Und dann steigt die Spannung bis zum Samstag – um elf Uhr wird im Kleinen Haus des Oldenburger Staatstheaters verkündet, wer in den sieben Kategorien die Plätze eins bis drei belegt hat.

Christian Arnold von der EWE zeigte sich auf jeden Fall schon einmal beeindruckt von dem Projekt der drei Oldenburger Schüler: „Das ist eine Idee, die wirklich spannend ist.“ Wer weiß, vielleicht sind unter den Jugend forscht und „Schüler experimentieren“-Schülern auch spätere Wissenschaftler, die Unternehmen mit ihren Innovationen voranbringen.

Während sich die Oldenburger Schüler mit Physik beschäftigten, suchte sich Trond Bernhard Meents (14 Jahre) in der Mathematik seinen Aufgabenbereich. Er stellte sich die Frage, ob Black Jack wirklich ein Glücksspiel ist, oder nicht. Dafür brachte er sich sogar das Kartenzählen bei, eine Fähigkeit die sehr viel Konzentration erfordert. Zusammen mit einem Standard-Spielsystem sei es mit dieser Methode theoretisch möglich, gegen die Bank zu gewinnen und sein Geld zu vermehren, praktisch müsse man dafür aber unendlich lange spielen. Insofern ist Black Jack für ihn immer noch ein Glücksspiel.

„Das ist ein besonderer Vorteil unseres Wettbewerbs – hier kann jeder seine Interessen verfolgen“, sagt Wettbewerbsleiter Dr. Daniel Osewold. Und wer Interesse hat, der steckt auch Herzblut in sein Projekt – egal, ob er am Ende gewinnt oder nicht.