[SPITZMARKE]EMDEN/OLDENBURG - EMDEN/OLDENBURG/SR - Das neue Gebilde mit dem so sperrigen Namen Fachhochschule (FH) Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven mag er eigentlich nicht. Trotz dem hat er daran mitgewirkt, dass die umstrittene Fusion des Jahres 2000 vorankam. Unter anderem dafür wurde Horst Milde gestern in Emden geehrt: Der ehemalige Landtagspräsident aus Oldenburg ist erster Ehrensenator der Fachhochschule.

„Wir wären bei weitem nicht so weit, wenn wir Ihre Hilfe nicht gehabt hätten“, sagte Hochschulpräsidentin Professorin Anne Friedrichs (Leer) dem neuen Ehrensenator. Diese Verdienste hatte sich Milde als Vorsitzender des Kuratoriums der neuen Fachhochschule erworben. Dieses Gremium begleitete den Fusionsprozess in turbulenten fünf Jahren. Erst jetzt wurde es vom Hochschul-Rat abgelöst.

Milde erinnerte an die Gründerzeit der Fachhochschule in Emden. Als 150 Hauptschulen 14 Realschulen und 10 Gymnasien gegen überstanden. Als Lehrer sich weigerten, in die Provinz zu gehen, und der Leeraner Bürgermeister sie mit günstigem Wohnraum köderte. Die Gründung der Fachhochschule Ostfriesland hat er damals begrüßt. Und bedauert immer noch, dass sie ihre Eigenständigkeit verlor. Wie Oldenburg und Wilhelmshaven auch. „Es war, wie man so sagt, wenn man es nicht anders begründen kann, eine rein politische Entscheidung.“

Heute präsentiere sich die Fachhochschule „als leistungsstarke Institution“. Sie werde gut geführt und brauche keinen Vergleich zu scheuen, sagte Milde.