[SPITZMARKE]OFENERDIEK/EVERSTEN - OFENERDIEK/EVERSTEN/LR - Gute Noten vom Fachmann: Erneut hatte die Gruppe „Straßengräben“ der Lokalen Agenda 21 zur Begutachtung ihrer Projekte eingeladen, und Professor Dr. Rainer Buchwald, der die Agenda-Arbeit wissenschaftlich und ehrenamtlich begleitet war positiv überrascht. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Gartenbau- und Bürgervereins Ofenerdiek, Hans-Gerd Tabke, und dem Sprecher der Agenda-Gruppe, Heinz Tenfelde, wurden die Testobjekte an der Hardenbergstraße und am Heideweg besichtigt.

Wie berichtet, handelt es sich beim Projekt an der Hardenbergstraße um die Befestigung eines Kleingrabens mit dem so genannten Ökostein. Den hat die Gruppe zusammen mit einem Steineherstellter aus Wardenburg entwickelt. Vor einem Jahr waren die Steine im Testgraben verlegt worden. Buchwald, Biologe der Universität Vechta, konstatierte eine Vielzahl von nicht kultivierten Pflanzen, die sich hier mittlerweile angesiedelt haben. 28 Pflanzen wurden gezählt.

Auch an dem im Mai in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Ofenerdieker Vereine und der Agenda-Gruppe renaturierten Straßengraben Heideweg/Ecke Mümmelmannsweg entwickelt sie die Pflanzenwelt prächtig. So das Fazit von Buchwald nach der ersten Begehung. Wie berichtet, ist bei diesem zweiten Projekt das Motto „zurück zur Natur“. Im Mai waren hier Asbest-Zement-Wellplatten entfernt worden, die als Befestigung gedient hatten. Da diese Aufgaben laut Einweisung der Stadt nur jemand übernehmen durfte, der einen Sachkundenachweis im Umgang mit Gefahrenstoffen hat, half Bezirksschornsteinfegermeister Hans-Gerd Tabke.

Die Ergebnisse der Bereisung werden nun aufgearbeitet und dem Umweltausschuss zugeleitet, in dem Rainer Buchwald als beratendes Mitglied für die BSH (Biologische Schutzgemeinschaft Hunte) sitzt. Die Bestandsaufnahmen zur Entwicklung der Renaturierung der Straßengräben werden regelmäßig im Frühsommer und im Herbst vorgenommen.