Stapelfeld/Wiesmoor - Plattdeutsch bereichert die Kultur: Darin sind sich die Lehrer einig, die Niederdeutsch an den Schulen im Oldenburger Land unterrichten. 23 von ihnen trafen sich nun zu einem Fortbildungsseminar an der Katholischen Akademie in Stapelfeld bei Cloppenburg. Neben dem Austausch von methodischen Anregungen wurden passend zur bald beginnenden Adventszeit ausgewählte Textvorlagen für den Unterricht vorgestellt.

Andrea Cordes aus Wardenburg ist als Fachberaterin für Niederdeutsch an der Niedersächsischen Landesschulbehörde beauftragt, Schulen im Oldenburger Land zu helfen, mehr Plattdeutsch in den alltäglichen Unterricht zu integrieren.

Renate Reck arbeitet ehrenamtlich an der Teta-von-Oldersum-Grundschule in Tettens und leitet dort die Plattdeutsch-AG. Für sie ist das Oldenburger Land mit Hoch- und Plattdeutsch ein zweisprachiges Gebiet, dessen Ressourcen viel zu wenig genutzt werden.

Das sieht Heinz Eschen aus Wiesmoor ganz ähnlich. Der 77-Jährige veröffentlichte jetzt ein Buch über Plattdeutsch. „Junge Leute sollten die Sprache lernen, damit sie nicht ausstirbt“, findet er.