Die Anwälte der Opfer und Hinterbliebenen des Unglücks wollen indessen mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen nachweisen und auf Schadenersatz klagen. Die Berliner Anwaltskanzlei Simon und Partner will nun eigene Ermittlungen sowohl gegen die Betreibergesellschaft IABG als auch die Hersteller des Transrapids und den TÜV Nord anstrengen. Zu prüfen sei, warum die Strecke mit ihrem „antiquierten Sicherheitssystem“ überhaupt freigegeben wurde, so Rechtsanwalt Walter Bergmann. „Auf jeden Rummelplatz kommt vorher der TÜV und prüft, ob den aktuellen Sicherheitsstandards Genüge getan ist“.
Deswegen müssten die Verantwortlichkeiten gründlicher untersucht werden als es bislang der Fall sei. „Das menschliche Versagen war absehbar“, sagte der Anwalt. Die Berliner Kanzlei, für die Bergmann arbeitet, vertritt nach eigenen Angaben mehrere Opfer des Transrapid-Unglücks sowie Angehörige der Opfer. Ziel sei eine außergerichtliche Einigung. So sei auch die Belastung für die Betroffenen geringer.
