Frage:
Frau Doering, die ersten angehenden Lehrer haben ihren Master in der Tasche. Gab es Startschwierigkeiten bei der Umstellung?Doering:
Kleine Schwierigkeiten gibt es immer. Aber alles hat erstaunlich gut funktioniert. Problematisch war für das Lehramtsstudium, dass es mit Wissenschafts- und Kultusministerium zwei zuständige Ministerien gibt. Eine Herausforderung bestand darin, dass durch die Abschaffung des alten Staatsexamens nun nicht mehr das staatliche Prüfungsamt für die Organisation des Examens zuständig war, sondern das Prüfungsamt in der Universität – was sehr viel zusätzliche Arbeit bedeutet. Die Studierenden und die Lehrenden standen unter großen Zeitdruck, um die Termine für das Referendariat einzuhalten.Frage:
Wo liegen nun Vor- und Nachteile?Doering:
Ein Vorteil ist, dass unser Curriculum gründlich durchforstet wurde. Für die Studierenden sind die Prüfungen studienbegleitend. Vorher gab es eine einjährige Prüfungsphase. Die Stundenplangestaltung ist schwieriger, weil es viele Pflichtveranstaltungen gibt. Es gibt enge Vorgaben, die Regelstudienzeit ist bei Grund-, Haupt-, Realschule auf vier Jahre festgelegt.Frage:
Ist die Umstellung auf Bachelor/Master in allen Studiengängen vollzogen?Doering:
Ja, seit vier Jahren. Seit diesem Semester haben wir zum ersten Mal mehr Studierende in den neuen Studiengängen als in den alten. Seit einigen Wochen sind alle unsere Bachelor-/Masterstudiengänge akkreditiert, so dass die ersten Masterabsolventen akkreditierte Studiengänge verlassen.thema: Masterstudiengang Lehramt
Dr. Sabine Doering, Vizepräsidentin für Lehre an der Universität Oldenburg
