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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Semesterbeginn: Unis auf doppelten Jahrgang vorbereitet

15.08.2011

HANNOVER Dieses Wintersemester könnte es eng werden in den Sitzreihen der Hörsäle, so die Befürchtungen. Doppelter Abiturjahrgang, Aussetzung der Wehrpflicht – die Hochschulen in Niedersachsen und Bremen gehen von durchschnittlich 20 bis 40 Prozent mehr Bewerbungen aus, ergab eine Umfrage. Wegen Doppel- und Mehrfachbewerbungen wissen die Universitäten erst ab September die genaue Anzahl von Studenten.

Die Leibniz-Universität in Hannover bietet im Wintersemester 1180 zusätzliche Studienplätze an. Präsident Prof. Erich Barke rechnet mit ungefähr 4600 Studienanfängern. Für mehr Platz ist gesorgt, zwei neue Hörsäle kommen am Standort Conti-Campus hinzu und die Lehrveranstaltungen werden in den Nachmittag ausgeweitet.

Studenten an der Technischen Universität in Braunschweig können künftig auch an Wochenenden zu Seminaren. Die Uni erhält 3,4 Millionen Euro von Bund und Land. „Die Mittel werden sowohl für Personalmaßnahmen als auch für Laborausstattung beziehungsweise Ausstattung der Räume verwendet“, sagte Pressesprecherin Regina Eckhoff. Außerdem werden 540 der insgesamt 695 zusätzlichen Studienplätze von dem Etat finanziert.

„Wir haben mit der Aufstockung der Studienplätze schon im Sommersemester begonnen und können nun zum Wintersemester rund 1000 zusätzliche Plätze anbieten“, sagte der Sprecher der Georg-August-Universität in Göttingen, Bernd Ebeling.

Die Universität Osnabrück wird 522 zusätzliche Studienplätze anbieten. „Prozentual entspricht diese Aufstockung an Studienplätzen ungefähr dem Anstieg der Bewerberquote. Dies zeigt uns, dass wir mit unseren Berechnungen richtig lagen“, teilte Universitätspräsident Prof. Claus Rollinger auf der Internetseite der Uni mit.

Die Bremer Uni bietet 4000 Studienplätze für Abiturienten an, etwa 400 mehr als im vergangenen Jahr. Die räumliche Situation ist nach Angaben von Sprecher Eberhard Scholz angespannt. Die Nutzungszeiten wurden ausgedehnt.

Wegen zusätzlicher Mittel aus dem Hochschulpakt und weiterer Bundesmittel kann die Universität Oldenburg 700 zusätzliche Studienplätze anbieten. Im vergangenen Wintersemester betrug die Zahl der Studierenden 10 600, sagte Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Gunilla Budde. Somit dürfte zu Semesterbeginn die Zahl bei 11 300 liegen.

Die Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth hatte im Sommersemester 6350 Studierende. Im Wintersemester sollen 600 zusätzliche Plätze angeboten werden.

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