Oldenburg/Vechta/Hannover - Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert Projekte für Studierende aus Nicht-Akademikerfamilien mit insgesamt drei Millionen Euro. „Der Weg ins Studium darf nicht vom Geldbeutel oder vom Bildungshintergrund der Eltern abhängen. Wir wollen mehr begabten jungen Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft den Weg ins Studium öffnen“, sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajićc. „Unsere Hochschulen sind keine geschlossene Gesellschaft.“
Im Gegenteil, sie werben um Studierende der ersten Generation, deren Eltern nicht studiert haben. Mit dem Programm „Wege ins Studium öffnen – Studierende der ersten Generation gewinnen“ unterstützt das Wissenschaftsministerium die Initiativen der Hochschulen.
Bundesweit einmalig ist das Projekt „Care-Ho – Care Leaver“ des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim. Care Leaver sind junge Menschen, die außerhalb ihres Elternhauses aufgewachsen sind. Sechs Institute der Hochschulen in Hildesheim, Emden, Holzminden, Oldenburg und Vechta haben sich für dieses Projekt vernetzt. Außerdem wollen sie auf die Lebenssituation von Studierenden mit Jugendhilfeerfahrung aufmerksam machen.
Die Hochschule Osnabrück spricht mit ihrem Projekt „Erfolgreich ins Studium“ junge Frauen und Migranten an und wirbt für technische Studienfächer. Unter anderem kooperiert die Hochschule mit dem Schülerforschungszentrum Osnabrück, wo gezielt junge Menschen angesprochen werden sollen.
Im Rahmen ihres Projektes „Hope – Hochschulperspektiven für alle“ werben auch angehende Berufschullehrer der Universität Osnabrück für ein Studium. Zudem bietet die Uni ein spezifisches Mentoringprogramm an, damit die Studierenden ihr Studium nicht vorzeitig abbrechen.
