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Viele Studenten suchen auch Lebenshilfe

Von Heiner Otto

Frage:

Frau Dr. Luck, Sie waren bis 2003 Gastprofessorin an der Polytechnischen Universität von Virginia. Nach dem Attentat vom Dienstag, bei dem 32 Menschen von einem Studenten erschossen wurden, stellt sich die Frage nach der Gewaltbereitschaft in Blacksburg. Ist Ihnen da etwas aufgefallen?

Luck:

An dieser Universität gab es viele Protestaktionen. Doch die verliefen immer friedlich. Ich erinnere mich, dass trotz strengster Verbote auf dem Universitätsgelände Alkohol und Drogen zu haben waren. Das war zwar bekannt, wurde aber völlig gedeckelt. Gewaltbereite Studierende habe ich allerdings nicht erlebt.

Frage:

Wie isoliert und anonym ist das Leben von Studenten an einer so großen Universität?

Luck:

Sie können das nicht mit europäischen oder deutschen Verhältnissen vergleichen. In den USA werden ausgesprochen hohe Studiengebühren verlangt und gezahlt. Dafür erwarten die Studierenden nicht nur einen hochqualifizierten Lehrbetrieb, viele suchen eigentlich auch schlichte Lebenshilfe, sie wollen regelrecht bemuttert werden. Wenn dort jemand ausgegrenzt wird, dann lebt er in der Tat recht isoliert.

Frage:

Was wünschen Sie Ihren ehemaligen Kollegen in Virginia für die Zukunft?

Luck:

Ich habe gleich nach dem Attentat im Sekretariat des Dekanats angerufen und mein Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. Den früheren Kollegen und den Studierenden wünsche ich mehr Offenheit im Umgang miteinander ohne jede falsche Prüderie.

thema: Attentat in Blacksburg

Dr. Melanie Luck von Claparéde,

Gastprofessorin an der Uni Virginia

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