[VORSPANN] - VECHTA/OLDENBURG/KAB - An einem Strang ziehen wollen das Bischöflich Münstersche Offizialat und die Hochschule Vechta bei der Weiterentwicklung der vier katholischen Hauptschulen in Vechta (Ludgerusschule), Cloppenburg (Marienschule), Oldenburg (Paulus-Schule) und Wilhelmshaven (Franziskusschule). „Projekt Hauptschule“ heißt das gemeinsame Vorhaben, für das die Hochschule und das Offizialat als Schulträger einen Kooperationsvertrag unterzeichnet haben.

Gestern gaben Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Marianne Assenmacher, Prof. Dr. Roland Hafen und Daniel Kleine Huster von der Arbeitsstelle Begleitforschung, Prof. Dr. Frank Bölsker, Leiter der Abteilung Schule und Erziehung im Offizialat, und Schulrat Heinrich Blömer, Leiter des „Projekts Hauptschule“, in einer Pressekonferenz in der Hochschule Einzelheiten bekannt. Zum 1. August 2007 wird die Initiative in den fünften Klassen der beiden Schulen in Oldenburg und Wilhelmshaven starten. Vechta und Cloppenburg sollen später folgen. Die beiden „Pilotschulen“ werden als verpflichtende Ganztagsschulen eingerichtet, an denen „ganztägig Schule gemacht wird“, sagte Blömer. Eine große Rolle wird zukünftig der fächerübergreifende Unterricht spielen. Nicht mehr die Unterrichtsfächer, sondern Themenkomplexe wie „Wir lernen uns und unsere Heimat kennen“ oder „Pflanzen und Tiere um uns“ werden das Grundgerüst des Stundenplans bilden. „Unser Ziel ist es, ein stärkeres lebensnahes und vernetztes Lernen

zu ermöglichen“, so Blömer. Auf der Basis von Wochenplänen sollen die Schüler zudem viel selbstständig arbeiten und üben.

Nachmittags sind Arbeitsgemeinschaften geplant, in denen es auch um Berufsfindung und Berufsvorbereitung gehen soll. Die Hochschule Vechta hat im Rahmen der Kooperation die „Arbeitsstelle Begleitforschung Projekt Hauptschule“ eingerichtet, die das Ganze wissenschaftlich begleiten soll.

www.projekt-hauptschule.de