Delmenhorst - Die Bildungslandschaft habe sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verändert, betonte bei der Vorstellung einer Tagung am Freitagvormittag Siegfried Dreckmann, bei der Stadt Delmenhorst für Bildungsplanung- und Management zuständig. „Es gibt eine starke Unübersichtlichkeit und Probleme, einen klaren Weg zu finden.“ Durch (Zer-)Gliederung würden die Übergänge zwischen den Schnittstellen schwieriger werden.
Die Tagung „Übergänge im Bildungsbereich zwischen pädagogischen Aufgaben und institutioneller Kooperation vor Ort“ werde diese Übergänge unter inhaltlichen und organisatorischen Aspekten betrachten, sagte Dreckmann. Die Veranstaltung, die am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. Februar, im Hanse-Wissenschaftkolleg am Lehmkuhlenbusch stattfindet, wird von der Stadt Delmenhorst in Kooperation mit dem Kolleg und der Evangelischen Akademie Loccum ausgerichtet.
Dreckmann kündigte an, dort sowohl den Übergang von Krippe und Kita in die Grundschule als auch den Übergang von Schule in Ausbildung und Arbeit schwerpunktmäßig zu thematisieren. Ein Projekt sei bereits geplant (siehe Infobox).
„Wir wollen so früh ansetzen wie irgendwie möglich“, sagte Dreckmann. „Die kindliche Sprachentwicklung ist der Grundstein für die weitere Entwicklung.“ Dabei könne man an Erfahrungen des Projekts „Brückenjahr“ aus dem Jahr 2011 anknüpfen.
„Wir wollen Inhalte neu diskutieren, Konzepte entwickeln und uns organisatorisch mit den Institutionen befassen, um die institutionelle Zusammenarbeit aus kommunaler Sicht zu verbessern“, gab er vor. „Das Ziel ist eine positive Grundsteinsetzung.“
Rund 50 bis 60 Teilnehmer werden zur Tagung erwartet: Akteure aus Kitas, Krippen und Schulen, Verantwortliche aus Verbänden oder Betrieben sowie Politik und Verwaltung, darunter auch Oberbürgermeister Axel Jahnz. Seine Anwesenheit verdeutliche den hohen Stellenwert von Bildung, so Fachbereichsleiter Rudolf Mattern: „Es ist eine Investition in die Zukunft.“
