• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Wenn die Chemie stimmt

24.05.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-23T10:55:45Z 280 158

Helene-Lange-Preis:
Wenn die Chemie stimmt

Oldenburg Mit dem Helene-Lange-Preis für herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen in Mint-Disziplinen (Mint steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) ist am Donnerstagabend in Oldenburg die Hamburger Chemikerin Dr. Melanie Schnell ausgezeichnet worden. Die 34-jährige Preisträgerin erhielt bei einer Feierstunde im EWE-Forum Alte Fleiwa ein Preisgeld in Höhe von 10 000 Euro.

„Frau Schnell beeindruckte die Jury durch ihre herausragenden Erfolge in Forschung und Lehre, die sie in ihrer jungen Laufbahn im Bereich der physikalischen Chemie erzielen konnte. Die Leitung einer Max-Planck-Forschungsgruppe ist außerdem eine ganz besondere wissenschaftliche und persönliche Leistung“, sagte Beatrix Kuhl, Vorstandsmitglied der EWE Stiftung.

Der Helene-Lange-Preis wird seit 2009 jährlich gemeinsam von EWE Stiftung und Universität Oldenburg verliehen. Namensgeberin ist die in Oldenburg geborene Helene Lange (1848-1930). Sie gehörte zu den wichtigsten Wegbereiterinnen der Mädchen- und Frauenbildung in Deutschland.

Bis zum Einsendeschluss Ende März waren 88 Bewerbungen für den Preis bei den Initiatoren eingegangen. Das waren mehr als doppelt so viele wie 2012. Daraus traf die Jury ihre Auswahl nach einem Kriterienkatalog, der neben herausragenden Leistungen in Lehre und Forschung unter anderem den Willen voraussetzt, eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen und diesen Weg konsequent weiter zu verfolgen.

Es gebe, so betonte Prof. Dr. Katharina Al-Shamery, Vizepräsidentin für Forschung an der Uni Oldenburg, nach wie vor zu wenig junge Frauen, die sich für ein naturwissenschaftliches, mathematisches oder technisches Studium entschieden. Dadurch würde viel Potenzial verschenkt, was sich unsere Wissensgesellschaft künftig nicht mehr leisten könne und wolle.

Melanie Schnell, die sich mit der Erforschung von Molekülen beschäftigt, wurde während ihrer universitären Karriere mit zahlreichen Stipendien gefördert und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Im Jahr 2006 bereits wurde sie zum Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.

Prof. Dr. Barbara Schwarze, Jurymitglied von der Hochschule Osnabrück, betonte in ihrer Laudation, dass es Melanie Schnell gelungen sei, Familie und Beruf vorbildlich zu verbinden, denn Melanie Schnell habe zwei Kinder (vier und fünf Jahre alt).

Die Preisträgerin selbst hatte sich am Gymnasium eigentlich für die Leistungskurse Biologie und Englisch entscheiden wollen. „Aber mein Chemielehrer war hartnäckig und hat mich umgestimmt“, sagte Schnell.

Und sie wollte eigentlich Medizin studieren. Aber nach dem Pflegepraktikum stand für sie fest: Es wird Chemie. Die Entscheidung war sicherlich richtig.