WIEFELSTEDE - Die Schule wurde ins Landesprogramm zur Profilierung der Hauptschule einbezogen. Die Sozialpädagogin Anke Wecke soll die Lernmotivation fördern und auf den Beruf vorbereiten.
Von Traute Börjes-Meinardus
WIEFELSTEDE - „Lernmüde Schüler aufwecken“ möchte Anke Wecke. Die 37-Jährige ist seit zwei Wochen am Schulzentrum Wiefelstede im Einsatz und vorrangig zuständig für die 190 Hauptschülerinnen und -schüler. Sie soll die Lehrer dabei unterstützen, die Jugendlichen auf die Berufsausbildung vorzubereiten.Mit dem Einsatz von Sozialpädagogen an Hauptschulen will das Kultusministerium die Chancen von Hauptschülern auf einen erfolgreichen Abschluss erhöhen und sie gezielt auf die Berufsausbildung vorbereiten.
Die Sozialpädagogin gibt dem Frust angesichts mangelnder Ausbildungsplätze keine Chance. Gemeinsam mit den Schülern will sie „Kenntnisse abklopfen und ein Berufsbild erstellen“. Wichtiger Teil ihrer Arbeit wird auch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Betrieben sein. Geplant ist ein über die Praktika hinausgehendes Angebot an Berufspraxis.
Anke Wecke legt großen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit den Lehrern und möchte sie auch beim „sozialen Training“ unterstützen. Schon mancher Störenfried hat Anke Wecke im „sozialen Trainingsraum“ gegenübergesessen und mit ihr über sein Fehlverhalten gesprochen.
Neues Konzept mit mehr Praxistagen für die Hauptschule
650 Schüler
besuchen das Schulzentrum in Wiefelstede, davon gehen 190 zur Hauptschule. Bis auf den Jahrgang 10 mit nur einer Klasse ist die Hauptschule zweizügig, kleine Klassen mit nur 14 bis 15 Schülern in den Jahrgängen 5 bis 7 und 22 bis 25 Schülern in den Jahrgängen 8 bis 10 ermöglichen eine gute Förderung der Mädchen und Jungen.Mehr Praxistage
sieht das neue Konzept für die 8. und 9. Klassen der Hauptschule vor. Das Programm zur Berufsorientierung wird derzeit an der Schule erarbeitet.Diese NWZ -Serie erläutert unterschiedliche Aspekte der Schulreform und verfolgt deren Umsetzung an den Schulen.
