WILHELMSHAVEN - Von Abschiedsschmerz ist nichts zu spüren. Dass die Wochen der Ansgarischule in der Wilhelmshavener Südstadt gezählt sind, ist kein Thema. Die Kinder der dritten Klasse hätten gefragt, ob sie schon einmal ins neue Schulgebäude an der Oldeoogestraße gehen könnten, berichtet Schulleiterin Ursel Kindel.
Ansonsten geht nach ihrer Darstellung für die 79 Schüler der katholischen Grundschule in der Südstadt alles seinen Gang. Für die Viertklässler ist ohnehin der bevorstehende Wechsel auf eine weiterführende Schule spannender.
Lehrer lernen sich kennen
Für Eltern und Lehrer sieht das schon anders aus. Die Schulvorstände der Ansgarischule und der Elisabethschule haben bereits gemeinsam getagt. Die Kollegien sind dabei sich kennen zu lernen. Vor Beginn des neuen Schuljahrs wollen sie gemeinsam nach Stapelfeld fahren, um den Kontakt zu vertiefen.
Ursel Kindel, die die neue Schule leiten wird, macht sich bereits Gedanken, welche Bücher und welche Materialien mit umziehen und was entsorgt werden kann. Viele der nicht mehr benötigten Bücher werden den Eltern angeboten.
Für die Ansgarischule ist der Umzug keine ganz neue Erfahrung. 2003 erst ist sie aus dem alten Gebäude am St. Willehad-Hospital zur Ruselerstraße gewechselt, nachdem die Ruselerschule aufgelöst worden war. Deren Gebäude war größer, in besserem Zustand und wurde dann auch noch „aufgehübscht“ – da fiel die Umgewöhnung leicht.
Für Ursel Kindel spielen nicht nur die baulichen Umstände eine Rolle. „Man muss offen sein für Neues. Nur dann kann man etwas bewegen.“ Auch jetzt lockt eine deutliche Verbesserung. Toiletten im Haus, die für die aufgelöste Oldeoogeschule begonnene Sanierung wird fortgeführt. Und dann der große Garten. Da werden die Kinder sich schnell wohl fühlen, ist sich die Rektorin gewiss.
Start mit 130 Schülern
Rund 130 Mädchen und Jungen werden die neue Grundschule besuchen, die am 20. August eingeweiht wird. Zunächst noch unter dem Arbeitstitel „Katholische Grundschule Wilhelmshaven“. Der endgültige Name der neuen Grundschule soll dann ganz in Ruhe gefunden werden – Ideen gibt es allerdings schon.
Die Schule wird voraussichtlich mit sieben Klassen starten. Abmeldungen von Kindern, die derzeit die Elisabethschule besuchen, habe es nicht gegeben. Die Kinder aus dem Stadtnorden können alle mit einem eigens für sie eingesetzten Bus zur Schule fahren. Die aus dem westlichen Stadtgebiet dagegen haben es laut Auskunft von Rektorin nicht ganz so bequem. Die kleinen würden mit einem Bully kutschiert, die älteren müssten mit dem Stadtbus fahren.
Doch das müssen die heutigen Ansgari-Schüler aus Neustadtgödens auch.
