WILHELMSHAVEN - Das war eine tolle Überraschung für alle Beteiligten: Die Afrika-Arbeitsgemeinschaft der Integrierten Gesamtschule Wilhelmshaven hat den dritten Platz des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten belegt. 1000 Euro fließen jetzt in die Kasse der AG.

Die Schüler haben sich mit ihrem Beitrag „Was tun gegen AIDS? – Kinder und Aids in Afrika“ nicht nur viel Arbeit gemacht: „Ihr Thema hat sie intensiv beschäftigt und zu Höchstleistungen angespornt“, lobt Lehrer Traugott Böhlke. Die Jury der Bundeszentrale für politische Bildung sah das genauso.

Die 15 Teilnehmer hatten die Aufgabe, nach gründlicher Recherche eine Lernkartei zu erstellen. Bereits seit einigen Jahren pflegen die Schüler Brieffreundschaften zur Schule im südafrikanischen Groblershoop. „Die afrikanischen Kinder nutzten sie als optimale Informationsquelle“, erklärt Böhlke.

Dabei haben sie zum Teil ziemlich erschütternde Briefe der südafrikanischen Kinder lesen müssen, andererseits aber auch viele hoffnungsvolle Ansätze zur AIDS-Bekämpfung und Prävention kennengelernt. „Hier wie überall auf der Welt ist der alles entscheidende Hebel die Verbesserung der Bildungssituation gerade von bisher benachteiligten Kindern“, so Böhlke. Die Briefe werden in englischer Sprache geschrieben, dienen also gleichzeitig der Anwendung von Sprachkenntnissen. Durch Kuchenverkauf in der IGS haben die Kinder Geld eingenommen, das sie an die südafrikanische Schule gespendet haben.

Die Konkurrenz, gegen die sich die Wilhelmshavener mit ihrem Beitrag durchsetzen konnten, war riesig. Über 60 000 Jugendliche der fünften bis 11. Jahrgangsstufen aus ganz Deutschland haben teilgenommen. 3015 im Team erarbeitete Projektergebnisse waren zu bewerten.

Die Hälfte des Preisgeldes wollen die IGS-Schüler an die südafrikanische Schule spenden. Dort soll ein Platz planiert werden, damit die afrikanischen Kinder eine Fläche zum Fußball spielen bekommen. Schließlich ist in zwei Jahren die Fußball-WM in Südafrika!