Jever7wittmund - Der Sachschaden, den ein Großbrand an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Wittmund am Freitag vor einer Woche verursacht hat, ist erheblich höher als gedacht. Nach dem Besuch von Schadensgutachtern wird er auf mindestens zehn Millionen Euro geschätzt. Das sagte der Wittmunder Landrat Matthias Köring (parteilos) gestern bei einer Pressekonferenz im Kreishaus. Für rund 1000 der insgesamt 1700 Schüler müssten insgesamt 42 je 60 Quadratmeter große mobile Klassenzimmer angemietet werden.
Beschlüsse notwendig
Platz dafür gebe es bei dem ehemaligen Orientierungsstufengebäude rund 150 Meter vom Brandherd entfernt. Die für die Auftragsvergabe notwendigen Beschlüsse will sich Köring am Mittwoch, 17. Juli, auf einer Kreistagssondersitzung in der Wittmunder Residenz holen. „Kein Problem“, so der Landrat. Alle politischen Parteien hätten bereits Zustimmung signalisiert. Allein für die Miete der Container werde für die nächsten zwei Jahre ein siebenstelliger Betrag fällig. Einen ausführlichen Bericht werde er vor dem Kreistag abgeben. Alle Kinder sollten an einem Ort unterrichtet werden. „Wir werden die Schule nicht auseinanderreißen, danken aber unseren Nachbarn für die Angebote, Kinder in ihre Unterrichtsräume mit zu übernehmen“, sagte Köring. Eine solche Unterstützung hatte auch der Landkreis Friesland angeboten. Ab der nächsten Woche werde die Schadensstelle mit Videokameras überwacht und gesichert. Die Kosten übernehme die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse, die hervorragend mit dem Landkreis kooperiere.
Noch offen sei, wer die Miete für die Container zahle. Der Landkreis habe Ansprüche bei der Haftpflichtversicherung des Unternehmens, das mit der Explosion einer Gasflasche das Feuer verursacht habe, geltend gemacht. „Wir hoffen auf die Allianz“, sagte Köring. Ab der übernächsten Woche sollen die zerstörten Gebäudeteile geräumt werden.
Hohe Mietkosten
Betroffen seien von dem Großfeuer neben der Schulverwaltung, die am 22. Juli wieder ihre Arbeit aufnehme, drei Gebäudetrakte. Er hoffe, das die ersten Gebäudeteile nach den Herbstferien wieder genutzt werden könnten. Wegen der hohen Kosten für die Container sollte die Zahl von 42 mobilen Klassenzimmern möglichst schnell wieder reduziert werden. Das Problem, so Köring, seien nicht die Container, sondern das ganze „Drumherum“. Es müsste Flies auf den Boden als Unterlage für Schotterflächen gebracht werden. Die mobilen Gebäude bräuchten Zuwegungen sowie Wärme und Wasser. Offen sei auch noch die Pausenregelung. Ein besonderer Dank gebühre der Landesregierung. Kultusministerin Frauk Heiligenstadt (SPD) habe nach ihrem Besuch alle Versprechen umgesetzt. Erlasse sorgten für Flexibilität beim Wiederaufbau der Schule. So könnten beispielsweise im Bedarfsfall auch die Schulferien für die KGS verlängert werden, sagte Köring. „Die Stimmung ist bei uns trotz der schwierigen Lage gut. Jetzt brauchen wir nur einfach etwas Glück.“
Jever7wittmund - Der Sachschaden, den ein Großbrand an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Wittmund am Freitag vor einer Woche verursacht hat, ist erheblich höher als gedacht. Nach dem Besuch von Schadensgutachtern wird er auf mindestens zehn Millionen Euro geschätzt. Das sagte der Wittmunder Landrat Matthias Köring (parteilos) gestern bei einer Pressekonferenz im Kreishaus. Für rund 1000 der insgesamt 1700 Schüler müssten insgesamt 42 je 60 Quadratmeter große mobile Klassenzimmer angemietet werden.
Beschlüsse notwendig
Platz dafür gebe es bei dem ehemaligen Orientierungsstufengebäude rund 150 Meter vom Brandherd entfernt. Die für die Auftragsvergabe notwendigen Beschlüsse will sich Köring am Mittwoch, 17. Juli, auf einer Kreistagssondersitzung in der Wittmunder Residenz holen. „Kein Problem“, so der Landrat. Alle politischen Parteien hätten bereits Zustimmung signalisiert. Allein für die Miete der Container werde für die nächsten zwei Jahre ein siebenstelliger Betrag fällig. Einen ausführlichen Bericht werde er vor dem Kreistag abgeben. Alle Kinder sollten an einem Ort unterrichtet werden. „Wir werden die Schule nicht auseinanderreißen, danken aber unseren Nachbarn für die Angebote, Kinder in ihre Unterrichtsräume mit zu übernehmen“, sagte Köring. Eine solche Unterstützung hatte auch der Landkreis Friesland angeboten. Ab der nächsten Woche werde die Schadensstelle mit Videokameras überwacht und gesichert. Die Kosten übernehme die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse, die hervorragend mit dem Landkreis kooperiere.
Noch offen sei, wer die Miete für die Container zahle. Der Landkreis habe Ansprüche bei der Haftpflichtversicherung des Unternehmens, das mit der Explosion einer Gasflasche das Feuer verursacht habe, geltend gemacht. „Wir hoffen auf die Allianz“, sagte Köring. Ab der übernächsten Woche sollen die zerstörten Gebäudeteile geräumt werden.
Hohe Mietkosten
Betroffen seien von dem Großfeuer neben der Schulverwaltung, die am 22. Juli wieder ihre Arbeit aufnehme, drei Gebäudetrakte. Er hoffe, das die ersten Gebäudeteile nach den Herbstferien wieder genutzt werden könnten. Wegen der hohen Kosten für die Container sollte die Zahl von 42 mobilen Klassenzimmern möglichst schnell wieder reduziert werden. Das Problem, so Köring, seien nicht die Container, sondern das ganze „Drumherum“. Es müsste Flies auf den Boden als Unterlage für Schotterflächen gebracht werden. Die mobilen Gebäude bräuchten Zuwegungen sowie Wärme und Wasser. Offen sei auch noch die Pausenregelung. Ein besonderer Dank gebühre der Landesregierung. Kultusministerin Frauk Heiligenstadt (SPD) habe nach ihrem Besuch alle Versprechen umgesetzt. Erlasse sorgten für Flexibilität beim Wiederaufbau der Schule. So könnten beispielsweise im Bedarfsfall auch die Schulferien für die KGS verlängert werden, sagte Köring. „Die Stimmung ist bei uns trotz der schwierigen Lage gut. Jetzt brauchen wir nur einfach etwas Glück.“
