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NWZonline.de Sport Schwimmen

Weltrekordler macht sich für Jugend stark

19.02.2019

Oldenburg Schwimmen hat Jürgen Müllender persönlich in keiner guten Erinnerung – zumindest das Synchronschwimmen, das er in der Schule hatte: „Ich bin immer zwei Sekunden zu spät aufgetaucht“, sagte das Vorstandsmitglied der der Öffentlichen Oldenburg bei der Pressekonferenz zum Nachwuchsförderpreis, den die Versicherung zum fünften Mal auslobt. „Dafür habe ich eine Urkunde als auffälligste Persönlichkeit bekommen“, fügte Müllender hinzu.

Wettbewerb

Der Nachwuchsförderpreis wird zum fünften Mal von der Öffentlichen Oldenburg verliehen. Nach Mädchenfußball, Leichtathletik, Turnen und Handball können sich diesmal Schwimmvereine für den Preis bewerben. Angesprochen sind 42 Vereine mit Schwimmsparten in der Region. Für die drei Vereine mit der besten Nachwuchsarbeit winken Geldpreise in Höhe von 3000, 2000 und 1000 Euro, darüber hinaus gibt es diverse Sachpreise. Auch die kreativsten Bewerbungen werden belohnt. Bewerben können sich Vereine mit einer Jugend-Schwimmabteilung mit Briefen, Fotos oder Videos bis zum 30. April.

Neben ihm saß einer, der in seiner Karriere oft früher als die anderen aus dem Wasser wieder auftauchte und dadurch zu einer auffälligen Persönlichkeit wurde: Ex-Weltmeister Paul Biedermann, Schirmherr des diesjährigen Förderpreises, bei dem es um Schwimmsport geht. „Es ist wichtig, dass man das Ehrenamt ehrt. Das kommt oft zu kurz“, sagte der 32-Jährige, der als erster Mann der Welt die 200 Meter Freistil unter 1:40 Minuten geschwommen war – auf der Kurzbahn. Aber auch auf der Langbahn hält er noch den Weltrekord über 200 sowie den über 400 Meter.

Biedermann weiß also am besten, was es braucht, um in die Weltspitze zu schwimmen: „Man muss vor allem Spaß daran haben, und man muss sich quälen können“, sagte der 32-Jährige, der nach den Olympischen Spielen 2016 seine Karriere beendet hatte – und in seinem Leben gut 34 000 Kilometer geschwommen ist. Da waren auch mal Wochen mit 40 bis 50 Kilometer im Wasser dabei.

Aber darüber hinaus seien nicht unbedingt die tollsten Schwimmbäder entscheidend, sondern ein „gutes Umfeld“ und dazu engagierte Trainer und motivierte Eltern. Auch das hat Biedermann selber erlebt: „Mir wurde bis ich 18 Jahre alt war gesagt, ich sei kein Schwimmtalent, ich solle doch lieber Rudern gehen“, berichtete der 44-fache deutsche Meister, der im Alter von fünf Jahren mit dem Schwimmen begonnen hatte: „Meine erste Medaille habe ich mit 14 gewonnen. Aber ich hatte immer Spaß, und meine Eltern haben mich deshalb ermutigt, weiterzumachen.“

Im Optimalfall gebe es, wie in seiner Heimat Halle (Sachsen-Anhalt), eine Kooperation mit der Schule, so dass Trainings- und Unterrichtszeiten aufeinander abgestimmt werden. Schwimmen sei eine der trainingsintensivsten Sportarten – mit vier Einheiten pro Woche komme man nicht weit, betonte Tjark Schroeder, Fachwart im Deutschen Schwimm-Verband. Er fügte jedoch hinzu: „Aber es ist eine der gesündesten Sportarten.“

Gerade deshalb sei es wichtig, Athleten Anerkennung zu zollen dafür, dass sie Einschränkungen in Familie und Freizeit in Kauf nähmen, betonte Biedermann.

Genauso wichtig sei es aber, die Arbeit der meist kaum bezahlten Trainer anzuerkennen und auszuzeichnen, die mit viel Engagement und Freude dafür sorgen, dass die Kinder mit einem Strahlen auf dem Gesicht vom Schwimmen nach Hause gehen – und in guter Erinnerung behalten.


Mehr Infos und Bewerbung:   www.oeffentlicheoldenburg.de/nachwuchsfoerderpreis 
Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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