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NWZonline.de Sport Schwimmen

Schwimmen: Starre Struktur verhindert Erfolg

03.08.2012

OLDENBURG Britta Steffen zählt sich selbst nicht mehr zur „Weltspitze“, Paul Biedermann beendete Olympia „etwas ratlos“. Der Rückstand der deutschen Schwimmer auf die Elite wird immer größer. Wie vor 80 Jahren drohen medaillenlose Spiele für das deutsche Beckenteam – allerdings gab es 1932 in Los Angeles auch nur elf Disziplinen, in London wird in 32 Rennen Edelmetall vergeben.

Dieser Zwischenstand ist natürlich alles andere als zufriedenstellend. Die guten Leistungen sind ja an einer Hand abzuzählen. Das Ergebnis ist in der Breite genauso miserabel wie in Peking – und diesmal fehlen uns auch noch die zwei Medaillen von Britta Steffen – vor vier Jahren wurde sie über 50 und 100 Meter Olympiasiegerin.

Was ist nun zu tun? Der deutsche Schwimmverband sollte jetzt sein System überdenken. Das nötige Know-How scheint nicht mehr vorhanden, da bedarf es einer grundlegenden Veränderung. Und falls die Verantwortlichen dazu wieder nicht bereit seien sollten, muss man die Athleten individuell finanziell so unterstützen, dass es ihnen möglich wird, sich die nötigen Bedingungen für Weltklasse-Leistungen selbst zu verschaffen.

Das bedeutet, in die USA oder nach Australien zu gehen. Dabei sind nicht nur die dortigen Trainingsbedingungen ideal. Insbesondere die Mentalität, die den Sportlern dort vermittelt wird ist vorbildlich. Die dort ausgebildeten Schwimmer haben trotz des enormen Drucks bei den Olympischen Spielen die nötige Lockerheit, die ausschlaggebend ist, um ihre Spitzen-Leistungen abzurufen.

Noch einige Sätze zu den jugendlichen Olympia-Siegerinnen: Die 15-jährige Litauerin Ruta Meilutyte hat ja nicht einmal selbst mit ihrer Leistung über 100 Meter Brust gerechnet. Derartige Talente sind wirklich selten, aber in dem Alter sind auch solche Leistungssteigerungen möglich. Mich hat das ein wenig an Franziska van Almsick erinnert, die 1992 in Barcelona als 14-Jährige zweimal Silber und zweimal Bronze gewann.

Die Leistungen der Chinesen sind das Resultat enormen Trainings, sowohl vom Umfang als auch der Härte. Im chinesischen System werden bereits Kinder auf ihre körperlichen Voraussetzungen hin ausgewählt und danach in den Sportschulen tatsächlich gedrillt.

Die Sportler gehen diesen Weg, weil sie darin eine der wenigen Möglichkeiten sehen, zu Ruhm und Geld zu kommen – und dies ist ihnen bei Erfolgen bei den Olympischen Spielen sicher.

Dass die 16-jährige Ye Shiwen bei ihrem Sieg über 400 Meter Lagen die letzten 50 Meter schneller geschwommen ist, als die männlichen US-Stars Ryan Lochte und Michael Phelps, war auch für mich unfassbar. Ihre Gesamtzeit im Verhältnis zu den Männern beunruhigt mich aber nicht.

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