Frankfurt/Main - Die Organspende in Deutschland kommt trotz aller Anstrengungen auch 2016 nicht aus dem Tief. Es zeichne sich ab, dass die Zahl der Organspender und der gespendeten Organe im ablaufenden Jahr erneut um rund drei Prozent zurückgingen, sagte der Medizinische Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Axel Rahmel, am Donnerstag bei einem Kongress in Frankfurt/Main.
Die Zahl der Organspender war zwischen 2010 und 2013 um ein Drittel auf einen Tiefststand zurückgegangen und bleibt seitdem auf niedrigem Niveau. 2015 spendeten 877 Bundesbürger 2900 Organe. Die Folge: In Deutschland stünden rund 10 000 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan.
