BERLIN -
Redaktion Berlin
BERLIN - Neuer Koalitionskrach um Hartz IV: Der Vorschlag von CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla, dass erwachsene Kinder mit ausreichendem Einkommen künftig für ihre arbeitslosen Eltern zahlen sollten, stößt auf heftigen Widerstand bei der SPD. „Man kann in einer Koalition über alles reden. Aber eine Unterhaltungspflicht von Kindern gegenüber ihren arbeitslosen Eltern ist völlig undenkbar“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Arbeitsministerium, Gerd Andres (SPD), der NWZ . Der Chef der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, Björn Böhning, zeigte sich empört: „Es ist aberwitzig, wenn Kinder für ihre Eltern unabhängig davon aufkommen sollen, in welcher Beziehung sie zu ihnen stehen.“Heftige Kritik an den Vorschlägen von Pofalla kam auch von der Opposition. „Man muss sich fragen, was der Generation der heute knapp über 30-Jährigen noch alles zugemutet werden soll“, erklärte Grünen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer.
