Hannover - Erst gab es noch Klagen über Funklöcher, inzwischen aber hat sich der abhörsichere Digitalfunk von Polizei und Rettungsdiensten in Niedersachsen etabliert. Rund 56 500 Beamte und Einsatzkräfte nutzen die Technik, deren Netzverfügbarkeit zuletzt bei 99,99 Prozent lag, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Gegenwärtig arbeitet die Zentrale Polizeidirektion noch an der Beseitigung von Schwachstellen bei Braunschweig und Göttingen.
Der Aufwand zum Aufbau der neuen Technik war enorm: 464 Basisstationen wurden errichtet, damit in Niedersachsen eine flächendeckende Versorgung gewährleistet ist. Zusätzlich stehen mobile Stationen zur Verfügung.
Probleme, das sagte unlängst der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, gebe es aber, weil noch nicht alle potenziellen Nutzer auf den Digitalfunk umgestiegen seien: Etwa wenn eine Feuerwehr bereits mit Digitalfunk ausgerüstet sei, eine andere aber noch analoge Funktechnik nutze – aber beide Feuerwehren zusammen zum Einsatz müssten.
