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NWZonline.de Region

SUIZID: Empörung über Sterbehilfe

01.07.2008

HANNOVER /HAMBURG Empörung über aktive Sterbehilfe: Aus Politik, Kirche und Ärzteschaft kommt heftige Kritik an Hamburgs Ex-Justizsenator Roger Kusch. Er hat nach eigenen Angaben bei einer 79-jährigen Frau aus Würzburg Sterbehilfe geleistet. Zwei Staatsanwaltschaften leiteten Ermittlungen ein.

„Jeder Mensch hat das Recht auf ein Sterben in Würde“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) der NWZ. Organisierte Suizidvermittlung widerspreche fundamental allen ethischen Grundsätzen. „Ich lehne Sterbehilfe ab.“ CDU-Parteichef David McAllister sagte der NWZ: „Maschinengestützte Sterbehilfe ist würdelos und unmenschlich. Das lehne ich entschieden ab.“

Auch die Deutsche Hospizstiftung und die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche verurteilten Kuschs Vorgehen scharf. Bischof Hans-Christian Knuth sagte: „Wer einsamen Menschen den Giftbecher reicht, statt ihnen ihre Ängste zu nehmen und sie zu begleiten, bereitet den Weg für eine unmenschliche Gesellschaft.“ Hamburgs Ärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery warf Kusch vor, „sich als reiner „Selbstmordtäter“ zu betätigen.

Kusch sagte, die Rentnerin, die nicht schwer krank gewesen sei, aber Angst vor einem Leben im Pflegeheim gehabt habe, sei am Sonnabend gestorben. Sie habe ein Malaria-Medikament und ein Beruhigungsmittel eingenommen. Um den freien Willen der Frau für den „begleiteten Suizid“ zu demonstrieren, zeigte Kusch auf Video aufgezeichnete Interviews mit ihr. Seine umstrittene „Selbsttötungsmaschine“ sei nicht zum Einsatz gekommen.

Kommentar, s.4

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