Hannover - Wende im Prozess gegen Niedersachsens Ex-Regierungssprecher Olaf Glaeseker (52): Das Verfahren gegen den früheren Wulff-Vertrauten wegen Korruption soll gegen eine Geldauflage in Höhe von 25 000 Euro eingestellt werden. Der mitangeklagte Party-Manager Manfred Schmidt soll die gleiche Summe plus 5000 Euro für einen karitativen Zweck zahlen. Darauf einigte sich die Staatsanwaltschaft mit den Anwälten Glaesekers und Schmidts. An diesem Dienstag gibt Richterin Renata Bürgel ihr Votum bekannt.
„Das Beste, was mir passieren konnte. Damit kann Rechtsfrieden einkehren“, kommentierte Glaeseker in einer ersten Reaktion gegenüber der NWZ die neue Entwicklung. Er fühle sich nach wie vor unschuldig. Im Hintergrund habe aber eine Prozessdauer von mehr als anderthalb Jahren gedroht. „Jetzt fahre ich erst mal nach Hause, setze mich in den Garten und genieße die Sonne“, so der gebürtige Oldenburger.
Manfred Schmidt gestand im Gespräch mit der NWZ , dass er diese Wendung „noch gar nicht verarbeitet“ habe. Er sei jedenfalls froh, „dass das Ganze nicht unendlich lange weitergeht“. Bei einer Einstellung wären Glaeseker und Schmidt nicht vorbestraft.
Im Prozess geht es um den Vorwurf, dass Glaeseker als damaliger Staatssekretär Sponsoren für Schmidts Promi-Feten zwischen 2007 und 2009 besorgt und im Gegenzug Gratis-Urlaube von Schmidt kassiert habe.
