HANNOVER/BERLIN/ISTANBUL -

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HANNOVER/BERLIN/ISTANBUL - Im Kampf gegen die allmählich nach Westeuropa ziehende Vogelgrippe sieht Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen das Land „gut vorbereitet“. Polizei und Zoll fahndeten bereits verstärkt nach illegal eingeführtem Geflügelfleisch. Zugleich kündigte Ehlen eine erneute Stallpflicht an. „Ich bin für eine Aufstallung, sobald der Vogelflug wieder beginnt“, sagte der Minister im NWZ -Interview. Zugleich bietet Niedersachsen der Türkei Hilfe im Kampf gegen die Vogelgrippe an und will Fachleute in das Land schicken.

Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) sagte am Dienstag, für Deutschland sei das akute Vogelgrippe-Risiko trotz der Ausbreitung in der Türkei nicht gestiegen.

Erstmals ist das Virus jetzt bei Tieren im türkischen Urlaubsort Kusadasi an der Ägäis aufgetreten. Bei vier Menschen besteht Infektionsverdacht. In der osttürkischen Provinz Sivas soll sich eine 37-jährige Frau angesteckt haben, weil sie infizierte tote Hühner mit bloßen Händen weggeworfen hat. Insgesamt wird die Zahl der türkischen Vogelgrippe-Patienten derzeit mit 13 angegeben.

Die türkische Reisebranche zeigte sich besorgt. Die Situation sei „alarmierend“, sagte der Chef des Hotelierverbandes in der Region Antalya, Osman Ayik, am Dienstag der Nachrichtenagentur Anatolia. Große deutsche Reiseveranstalter spüren bislang aber keine eindeutigen Auswirkungen auf ihr Türkei-Geschäft.

Interview, S.2

Panorama, S.8