HANNOVER/BERLIN - Weitere SPD-Abgeordnete stehen auf der Wackel-Liste. Korruption erschüttert in Wuppertal.
von Marco senG
und unseren Agenturen
HANNOVER/BERLIN - Erste Konsequenzen in der VW-Gehaltsaffäre: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Jann-Peter Janssen (Norden) legt sein Mandat nieder, nachdem er von der NWZ der Unwahrheit überführt wurde. Auf NWZ -Anfrage hatte Janssen bestritten, nach dem Wechsel in den Bundestag 1994 von VW Bezüge kassiert zu haben. Laut Konzern stand er aber bis Ende 2004 auf der Gehaltsliste, einschließlich Dienstwagen. Aus SPD-Kreisen hieß es, auch die SPD-Landtagsabgeordneten Ingolf Viereck (Wolfsburg) und Hans-Hermann Wendhausen (Helmstedt) müssten Konsequenzen ziehen, wenn sich die Vorwürfe gegen sie bewahrheiteten. Zeitgleich griff der SPD-Politiker und VW-Betriebsratschef Günter Lenz (Wedemark) Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) scharf an. Wulff schade VW mit seinem Aufklärungswunsch. Bundestagspräsident Thierse (SPD) nannte Janssens Verhalten „traurig“. SPD-Chef Franz Müntefering plädiert für Strafen bei geheimer Lobbyarbeit.Unterdessen weitet sich die Wuppertaler Korruptionsaffäre aus. Nicht nur der abgewählte OB Kremendahl (SPD) ließ sich von einem Bauunternehmer finanzieren, auch sein CDU-Gegenkandidat Hermann-Josef Richter erhielt Geld. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage.
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