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NWZonline.de Region

Bald geht es leichter ins Medizinstudium

25.07.2019

Hannover /Oldenburg Um an einen der begehrten Medizinstudienplätze in Niedersachsen zu kommen, ist ab dem Sommersemester 2020 nicht mehr nur allein die Abiturnote ausschlaggebend. Der Abi-schnitt wird um andere Kriterien wie Testergebnisse, Berufsausbildung und soziales Engagement ergänzt. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat die Landesregierung jetzt in den Landtag eingebracht. Nötig wird die Änderung, weil Bund und Länder bis Ende dieses Jahres das Zulassungsverfahren für das Medizinstudium neu regeln müssen. Das aktuelle Verfahren mit der wichtigen Rolle der Abiturnote ist teilweise verfassungswidrig.

Gänzlich abgeschafft werden soll die Anrechnung der Wartezeit für die bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengänge Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie. Nach Wartezeit werden aktuell 20 Prozent dieser Studienplätze vergeben. Gleichzeitig soll die Quote für die Studienplatzvergabe an die Abiturbesten von 20 auf 30 Prozent erhöht werden. Völlig neu ist die Vergabe nach Kriterien, die nicht die Schulnoten betreffen (zehn Prozent). Weiterhin 60 Prozent ihrer Medizin-Studienanfänger suchen sich die Hochschulen in eigenen Verfahren aus.

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) begrüßt die Pläne. „Die Medizin stellt hohe Anforderungen nicht nur an die Lernfähigkeit der Medizinstudierenden, sondern auch an Persönlichkeitsmerkmale wie Empathie und Kommunikationsfähigkeit. Kriterien, die dies berücksichtigen, können dazu führen, dass auch fähige Bewerber sehr gute Ärzte werden können, die aufgrund ihrer Abiturnote derzeit keine Chance dazu hätten“, erklärt KVN-Sprecher Uwe Köster. Laut KVN gibt es derzeit rund 350 unbesetzte Hausarztstellen in Niedersachsen – etwa in Cloppenburg, Leer-Süd sowie in Bremerhaven und in Melle.

Auch an der European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS) wird befürwortet, „dass zukünftig neben der Abiturnote auch zwingend weitere kognitive und nicht-kognitive Kriterien zur Auswahl herangezogen werden“. Gleichzeitig werde überlegt, ob das eigene „aufwendige Verfahren“, mit dem kommunikative Fähigkeiten, Teamarbeit und Pro­blem­lösungskompetenzen getestet wurden, beibehalten werde.

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Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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