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NWZonline.de Region

Gasförderung In Lastrup: Erdbebengefahr besteht weiterhin in der Region

28.11.2018

Lastrup Auch künftig müssen die Bürger der Gemeinde Lastrup (Kreis Cloppenburg) wie auch die Bewohner anderer Erdgasfördergebiete mit leichteren Erdbeben rechnen. Auch eine Absenkung oder ein Stopp der Förderquoten hätten keine Auswirkungen auf ein künftiges Erdbebenrisiko, erklärte Andreas Sikorski, Präsident des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), am Montagabend bei einer Informationsveranstaltung in Lastrup. Rund 200 Bürger, die in der Nähe des Erdgasfeldes Hemmelte/Kneheim/Vahren (Gemeinde Lastrup) wohnen, waren in das am Ende überfüllte Feuerwehrhaus gekommen.

In Hemmelte wurde am 28. September die Stärke 3,1 und am 1. Oktober die Stärke 3,6 erreicht. Das waren die stärksten Erdbeben in Niedersachsen seit 2005. Ab einem Wert von 3,0 seien diese noch in einer Entfernung von zehn Kilometern spürbar, sagte Monika Bischoff, wissenschaftliche Mitarbeiterin des LBEG.

Durch die Erdgasförderung entstünden in den Lagerstätten Spannungen, die sich irgendwann in Schwächezonen der Bodenschichten entladen könnten. Im Oktober seien 221 Meldungen eingegangen, die den Erdstößen hätten zugeordnet werden können. Die Bodenschwingungen hatten ihren höchsten Wert mit 12,3 Millimeter pro Sekunde in der Nähe von Essen/Oldenburg. Ab einem Wert von fünf Millimetern pro Sekunde könnten Schäden auftreten, hieß es.

Allein nach den vier Erdbeben in den vergangenen Wochen im Bereich des Erdgasfeldes Hemmelte/Kneheim/Vahren hatten 29 Hauseigentümer Schäden gemeldet. 15 Verfahren seien abgeschlossen worden, sagte Harald Berndt vom Gasfeldbetreiber Exxon-Mobil Deutschland.

Im Gebiet Hemmelte – so Berndt weiter – finde eine Porenraumentleerung statt. Da werde keine Erdgasblase angezapft. Es gebe zwei Lagerstätten, 1963 und 1980 entdeckt, in denen 22 Stammbohrungen durchgeführt worden seien. Berndt sicherte zu, dass in den nächsten beiden Jahren keine weiteren Bohrungen geplant seien. In der Gemeinde Lastrup würden noch „die letzten Reste zusammengekratzt“.

Auch Professor Manfred Joswig, Geophysiker der Uni Stuttgart, versuchte, die Menschen zu beruhigen. Man könne davon ausgehen, dass in Zukunft nichts Gravierendes mehr passieren werde, da ein Großteil der Spannungen abgebaut sei und die Erdgasförderung im Weser-Ems-Gebiet dem Ende entgegengehe.

Etliche Anwohner im Bereich des Erdgasfeldes bleiben jedoch besorgt: „Wir sollten uns Gedanken machen, die Bohrungen in Zukunft einzustellen, damit unsere Familien sicher sein können“, meinte ein Familienvater.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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